Rekordniveau bei Getreide

2015 war ein turbulentes Jahr im Ackerbau. Dies war eines der Themen, die bei der Frühjahrsversammlung der Erzeugergemeinschaft angeschnitten wurden.

Amberg-Sulzbach. Vorsitzender Georg Straller (Kümmersbruck) hieß in Oberleinsiedl die Referenten Wolfgang Wittmann vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Agrarexperte Schönberger von NU Agrar und Rafef Al Saker, Getreidehändlerin der Bayernhof GmbH willkommen. Franz Kustner, Bezirkspräsident des Bauernverbandes, hob die nachwachsenden Rohstoffe hervor. Sie hätten zur Marktentlastung beigetragen. Kustner rief zur Geschlossenheit des Bauernstandes auf.

Weizen als stärkste Frucht


Rafef Al Saker erläuterte das Geschäftsmodell der Bayernhof GmbH mit einem Handelsvolumen von 450 000 Tonnen, verwies auf die Lagerkapazitäten in den einzelnen Standorten. Weizen sei mit 58 Prozent des Handelsvolumens die stärkste Frucht. Die Getreidemengen sind um rund sechs Prozent niedriger als 2014 und 2013. Die weltweite Getreideproduktion sei aber seit drei Jahren auf Rekordniveau. Die Maisproduktion und die Endbestände seien steigend. Gute Impulse kämen aus dem Biogasbereich und von den Kraftfutterwerken. Auf gesetzliche Änderungen im Pflanzenbau und den aktuellen Stand der Düngeverordnung ging Fachberater Wolfgang Wittmann aus Amberg ein. Ein Schwerpunkt war der Zwischenfrucht-Anbau. Man wisse, dass die Düngeplanung komplizierter werde, sagte er. Viehstarke Betriebe müssten entweder Lager bauen oder Dünger abgeben, so seine Einschätzung.

Boden nicht ausbeuten


Fachberater Schönberger (NU Agrar) machte deutlich, dass der gute Lebensstandard der Menschen mit der guten Landwirtschaft zusammenhänge. Der Ertrag der Erntemengen habe von 1961 bis 2014 das Fünffache erreicht. Er mahnte, dass bei falscher Bewirtschaftung, Raubbau und Ausbeutung der Boden in 20 Jahren ausgelaugt sein werde.

Bei der Befallswahrscheinlichkeit mit Fusarium seien Bor und Kupfer die entscheidenden Nährstoffe. Die notwendige Anpassung an die landwirtschaftlichen Bedürfnisse seien wichtiger als politische Ideologien, betonte er.
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