Rentner wählt Sexhotline
Abzocke ohne Happy-End

Symbolbild: dpa
"Durch eine meist zur Nachtzeit ausgestrahlte TV-Werbung beflügelt" wählte ein 84-jähriger Landkreisbewohner im März über seinen Festnetzanschluss die Nummer einer Sex-Hotline, wie die Polizei mitteilte. Dass er damit einer Abzockermasche aufsaß, war ihm zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst.

Denn anstatt dem "heißen Liebesgeflüster seiner ausgewählten Dame" zu lauschen, vernahm der Senior am anderen Ende nur eine trockene Bandansage. Nach etwa zwei Minuten beendete der Mann das Gespräch.

Wenige Wochen später flatterte dem Witwer eine Rechnung über 90 Euro für eine angeblich in Anspruch genommene „kostenpflichtige Serviceleistung“ ins Haus. In der Werbung sei jedoch ein Minutenpreis von 99 Cent angepriesen worden. Der empörte Rentner zahlte nicht. In regelmäßigen Abständen erhält er nun Mahnungen. Die Forderungen wurden mittlerweile einem Inkassobüro übergeben und haben sich so auf über 250 Euro erhöht. "Der Mann fühlt sich betrogen und erstattete deshalb Anzeige bei der Polizeiinspektion." Die Ermittlungen dauern noch an.
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