Richard Gaßner feiert 65. und hat für wichtige Aufgaben heute mehr Zeit als früher
Aus schnell-schnell wird schnell

Richard Gaßner hat gut lachen. Er feiert heute 65. Geburtstag - daheim in Kümmersbruck, wo er Gäste und Freunde empfängt. Bild: Hartl

Kümmersbruck. Er steckt voller Energie. Daran ändert auch das 65. Lebensjahr nichts, das Richard Gaßner heute vollendet. Als ihn die AZ am Montagnachmittag wegen seines Geburtstags anrief, kam er gerade aus dem Kreisausschuss im Landratsamt, um nur eine Stunde später zu einer SPD-Versammlung zu eilen und sich noch am Abend auf die Bezirktagssitzung am Dienstag in Regensburg vorzubereiten.

Klingt nach vollem Programm, über das sich der ehemalige Kümmersbrucker Bürgermeister aber keineswegs beklagt. Im Gegenteil genießt er es nach seinem Rückzug von der Gemeindespitze regelrecht, für diese Ämter mehr Zeit zu haben. "Früher musste alles schnell-schnell gehen", blickt Gaßner auf die Zeit bis 2014 zurück, als er neben dem Rathaussessel diese Aufgaben auch schon erfüllte und alles unter einen Hut bringen musste. Das ging nur mit einem gut strukturierten Tagesablauf, den der 65-Jährige aber auch heute noch gewöhnt ist.

Immerhin übt er nach eigener Auskunft "viele Tätigkeiten aus, die oft außerhalb der Öffentlichkeit stehen, aber ebenfalls Zeit brauchen". Außer den eingangs genannten ist Gaßner auch Vorsitzender dreier Rechnungsprüfungsausschüsse: beim Bezirkstag, beim Landkreis Amberg-Sulzbach und beim Zweckverband Sibyllenbad, an dem der Bezirk zu 70 Prozent beteiligt ist. Die Parteiarbeit bei der SPD vor Ort samt Sitz im Gemeinderat, die ihm ebenso wichtig ist, läuft da fast schon nebenher. Apropos Sozialdemokraten: Für sie sitzt Richard Gaßner seit 2003 als Fraktionssprecher im Bezirkstag, gehört diesem Gremium schon seit 1998 ununterbrochen an. Das gefällt ihm besonders, weil man nach seinen Worten "hier im sozialen Bereich viel bewegen kann". Jüngstes Beispiel: der Bau der neuen Kinder- und Jugendpsychiatrie in Amberg, der kürzlich begonnen wurde und ein Gewinn für die ganze Region sei.

"Das ist eine Einrichtung, die eine unwahrscheinlich große Unterstützung für betroffene Familien ist", hebt Gaßner für den Bezirk stolz hervor und zählt weitere Errungenschaften auf. Eine solche ist aber auch Richard Gaßner selbst - für die ganze Region. Nicht nur als Kümmersbrucker Bürgermeister von 1990 bis 2014 setzte er sich 24 Jahre lang vorbildlich für seine Heimat ein. Das tat er auch als stellvertretender Landrat zwischen 2008 und 2014 und erwarb sich hier genauso viel Ansehen und Anerkennung - parteiübergreifend.
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