Schaden liegt bei rund 100.000 Euro
Vandalen weiden Harvester aus

Regelrecht ausgeweidet haben ein oder mehrere Täter den Harvester von Sebastian Piehler aus Kemnath am Buchberg. Zerstört und herausgerissen wurden sämtliche Bildschirme, Kabel, Schalter und Sicherungen. Der Unternehmer fand all das im Wald verstreut vor, zum Beispiel auch die Batterien und das Nummernschild. Bilder: hfz (3)
 
Den am Harvester entstandenen Schaden schätzt die Auerbacher Polizei auf mindestens 100 000 Euro. Die Täter rissen nicht nur das Innenleben des Holzvollernters heraus, sondern verschmierten auch Waschpaste in der Fahrerkabine und auf den Scheiben.

Am Samstag gegen 11.30 Uhr beendete Sebastian Piehler seine Arbeiten an der Einsatzstelle. Er nahm den Hauptschalter raus und sperrte die Maschine ab. Die schlechte Nachricht kam am Sonntag: Vandalen hatten in der Zwischenzeit seinen Harvester verwüstet. Der Schaden ist immens: rund 100 000 Euro.

Freihung. Ein Mitarbeiter seines Subunternehmers bemerkte laut Sebastian Piehler, Inhaber des Forstbetriebs Piehler in Kemnath am Buchberg (Stadt Schnaittenbach), dass die Tür des Harvesters offenstand, die Batterien ausgebaut und im Wald verstreut waren.

Maschine total verwüstet


"Ich war daheim, als der Anruf kam, und bin dann gleich losgefahren", erzählt der Unternehmer. Bis in die Waldabteilung Haderschlag nahe Seugast, wo der Holzvollernter stationiert war, benötigte er rund eine halbe Stunde. Nach Angaben der Auerbacher Polizei wurde der Harvester aufgebrochen und total verwüstet. Im Innenraum wurden alle technischen Einrichtungen zerstört und auch außen wurden diverse Teile beschädigt und mehrere Kabelbäume durchtrennt. "Sämtliche Bildschirme, Kabel, Schalter und Sicherungen wurden rausgerissen und im Wald verstreut", berichtet der Besitzer des Fahrzeugs. Sebastian Piehler hatte in der Kabine des Harvesters eine Waschpaste zum Händesäubern. Selbst vor der machten die Vandalen nicht halten. "Sie war in der Kabine verteilt und auf den Scheiben verschmiert." Alles, was sich im Fahrzeug befand, verstreuten die Täter im Wald: Unterlagen, aber auch Werkzeug. "Die mobile Freisprechanlage hing an einem Baum", ist Piehler immer noch entsetzt über die Zerstörungswut. Die Polizei schätzt, dass sich der Schaden auf mindestens 100 000 Euro summiert.

Sebastian Piehlers Harvester steht noch in dem Waldstück bei Seugast. "Er ist nicht mehr fahrbereit." Heute soll ein Monteur kommen und sich den Holzvollernter anschauen. Erst dann kann der Unternehmer sagen, wie die Bergung ablaufen wird. Sollte es nicht gelingen, dass die Maschine wieder fahren kann, wird es schwierig. Dann muss der Harvester per Bagger aus dem Wald gezogen werden, über die Vils drüber, auf die Straße gesetzt und dann auf einen Tieflader gehievt werden.

500 Euro Belohnung


Zur Ergreifung der Täter, die seine Maschine so verwüstet haben, hat Piehler eine Belohnung von 500 Euro ausgesetzt. "Es geht nicht nur um mich", sagt er. Dass diejenigen, die das getan haben, gefasst werden, sei auch gut für andere Harvester-Besitzer. "Deren Maschinen stehen ja auch draußen im Wald", sagt er. Sein Holzvollernter befand sich ungefähr 700 Meter von der B 299 entfernt im Wald. "Er war von der Hauptstraße aus nicht zu sehen", erklärt der Kemnather. Hinweise auf die Täter an die Polizei in Auerbach (09643/9 20 40).

Teures Arbeitsgerät für die Holzernte im WaldDen Harvester, den Unbekannte zwischen Samstag, 11.30 Uhr, und Sonntag, 8.45 Uhr, verwüsteten, hat dessen Besitzer Sebastian Piehler (Forstbetrieb Piehler) aus Kemnath am Buchberg vor drei Jahren gebraucht gekauft. Neu kosten die Holzvollernter zwischen 350 000 und 480 000 Euro, informiert der Unternehmer. (san)
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