Trockenheit beschert ein Minus

Eine Stunde lang sprach Sebastian Zunhammer über Gülleausbringung mit modernem Gerät. Dafür überreichte ihm Maschinenring-Vorsitzender Ulrich Kummer einen Geschenkkorb. Bild: hi
 
Dem Vorstand des Maschinenrings gehören (von links) Harald Pilhofer, Laurenz Beck, Josef Rauch, Ulrich Kummer, Markus Schmid und Markus Weiß an. Bild: hi

Der heiße Sommer 2015 machte nicht nur der Landwirtschaft zu schaffen. Auch dem Maschinenring bescherte die Hitze, vor allem aber die damit verbundene Trockenheit, ein Minus beim Umsatz.

Amberg-Sulzbach. Der Maschinen -und Betriebshilfsring legte bei seiner Jahreshauptversammlung in Altmannshof eine stolze Bilanz vor. Vorsitzender Ulrich Kummer blickte auf 2015 zurück, das zweitwärmste Jahr seit Messbeginn. Im Winter seien Frostperioden selten gewesen, im Frühjahr habe der Boden gut befahren werden können. Da es von Juni bis September so gut wie keinen Regen gab, sei das Jahr für die Landwirtschaft insgesamt sehr ungünstig verlaufen.

Silomais: Magerer Ertrag


Kummer ging auf die Erträge ein: für Getreide seien sie noch in Ordnung gewesen, für Silomais mager. Die Wälder litten unter erhöhtem Käferbefall. "All das hatte Einfluss auf unseren Maschinenring", bilanzierte Kummer und gab bekannt, dass die Einrichtung das Geschäftsjahr mit einem "bescheidenen Defizit" abschließe. Positiv war seinen Worten nach, dass die Einsatzleitung für Betriebshelfer und Dorfhelferinnen nun über den Maschinenring abgewickelt werde. In seinem Rückblick rief der Vorsitzende gesellschaftliche Veranstaltungen, Fahrten, Maschinenvorführungen und spezielle Angebote (Land-Energie und Land-Bonus) in Erinnerung. Toll sei, dass erstmals die Maschinenringe auf Platz eins im DLG-Image-Barometer landeten.

Über 1000 Mitglieder


Geschäftsführer Harald Pilhofer erwähnte die stattliche Mitgliederzahl von 1080. Der Umsatz sei wegen der Trockenheit von 4 auf 3,6 Millionen Euro zurückgegangen. 43 Maschinenring-Kräfte hätten 22 605 soziale Einsatzstunden geleistet. Wegen der Mehrwertsteuer könnten 2017 die Beiträge leicht steigen, hieß es. Nach der Neuwahl stand fest: Als Vorsitzende werden Ulrich Kummer und Laurenz Beck weiterhin mit Harald Pilhofer die Verantwortung tragen. Unterstützt werden sie von den Ausschussmitgliedern Josef Rauch, Markus Weiß und Markus Schmid.

Stellvertretender Landrat Franz Birkl lobte die Arbeit des Maschinenrings. Franz Kustner, Bezirkspräsident des Bayerischen Bauernverbands, beklagte, dass die Bevölkerung die Arbeit der Landwirte nicht genügend honoriere, Forstdirektor Richard Scheckelmann informierte über Veranstaltungen bis Ostern. Ambergs Bürgermeister Martin Preuß wünschten den Landwirten ein erfolgreiches Jahr 2016.

Millionen-Umsatz mit der GülletechnikGroßes Interesse zeigten die Mitglieder des Maschinenrings am Vortrag von Unternehmer Sebastian Zunhammer über Gülleausbringung mit modernem Gerät. Der Referent erinnerte an die Zeit, als Kühe im Stall auf Roste gestellt wurden. So wurde 1957 erstmals Gülle gewonnen. Auf dem Zentrallandwirtschaftsfest 1968 in München wurde laut Zunhammer das Tandemfahrzeug mit 6000 Litern gezeigt - damals eine Sensation.

1976 sei der erste Dreiachser auf den Markt gekommen. Heute macht die Firma Zunhammer (125 Mitarbeiter) nach Angaben des Referenten allein 33 Millionen Umsatz mit Gülletechnik. Zunhammer erläuterte das Prinzip der Pumptankwagen und machte Ausführungen zur modernen Verteiltechnik für Gülle. Der Referent ging unter anderem auf Minderung des Bodendrucks, Zulässigkeit der Ausbringer am Acker, korrosionsbeständige Zwei-Achs-Zubringer, Straßen-Zulassung der Lastwagen und Front-Andock-System ein.

Man wolle grüne, nicht braune Flächen, erklärte er seinen Zuhörern. Mit den Themen Steuerungs- und Regelungstechnik (die ISOBUS-Steuerungen für Gülletankwagen sei schon 2005 auf der Agritechnika gezeigt worden) sowie Nährstoffschwankungen beendete der Unternehmer seinen Vortrag. Zum Dank für die rund einstündigen Ausführungen überreichte ihm Maschinenring-Vorsitzender Ulrich Kummer einen Geschenkkorb.
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