"Unauffällig, aber sehr gut"

Über ihre Auszeichnungen freuten sich die erfolgreichen Züchter (von links): Bauernpräsident Franz Kuster, Markus Luber, Sulzbach-Rosenbergs Bürgermeister Michael Göth, Claus Pilhofer, Hans Schmid, Bernhard Wiesner, Ernst Gnahn, Hans Dehling, Erwin Kolb, Dr. Thomas Nibler und Vorsitzender Erich Pilhofer. Bild: hi

Amberg- Sulzbach. Bei ihrer Jahresversammlung im Gasthaus Zum Wulfen in Kauerhof bei Sulzbach-Rosenberg hat die Kreisrinderzuchtgenossenschaft über Neuerungen informiert und verdiente Züchter geehrt. Vorsitzender Erich Pilhofer sagte, die vor 23 Jahren gegründete Genossenschaft habe sich sehr gut entwickelt und bemühe sich um Fortbildung und gute Zusammenarbeit der Züchter.

Er informierte die Mitglieder über die Leistungsergebnisse im vergangenen Jahr, sprach die Vermarktungszahlen an und ging auf den Neubau des "grünen Zentrums" in Schwandorf ein. Hauptziel sei unter anderem die Vermarktung der Kälber. Gesucht werden laut Pilhofer neue Sammelstellen. Der Auftrieb der Jungtiere in Schwandorf werde neu koordiniert.

Erklärung zum Tierwohl


Bei der Jahresversammlung stellte sich Carmen Hauptmann als neue Fachkraft der Genossenschaft vor. Sie hat ihre Ausbildung in Weihenstephan absolviert. Franz Kustner, Präsident des Oberpfälzer Bauernverbands, ging auf die Leistungssteigerungen, das Wohlbefinden der Tiere als Zuchtziel und die Düngeverordnung ein. Zuchtleiter Dr. Thomas Nibler vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Schwandorf hatte das Thema "Zuchtziel 2016 und Tierwohl - ein Widerspruch?" für seinen Vortrag gewählt. Dabei erwähnte er die gemeinsame Erklärung des Tierwohls in der bayerischen Landwirtschaft, freute sich über genetische Trends und die "unauffällige, sehr gute Arbeit der Milchviehhalter".

Den Mitgliedern gab er Tipps zur Leistungssteigerung durch Kraft- und Grundfutter und wartete mit Details zu Fleischleistung, Anforderungen an die Mast und Fitness der Tiere auf. Der Referent beleuchtete die starke Milchleistung, die Erstbesamungen, die Bullenmütter, die Zuchtprogramme sowie die Anpaarungsverträge, den Ankauf der Kälber und Exportfragen.

Lehrfahrt nach Oberbayern


Eine Lehrfahrt plant die Kreisrinderzuchtgenossenschaft am Dienstag, 16. Februar, nach Ingolstadt und Lenting. Anmeldungen dazu sind bei Vorsitzendem Erich Pilhofer möglich. In den Ausschuss des Milcherzeugerrings Oberpfalz wurden Erich Pilhofer und Hans Dehling gewählt, Ersatzleute sind Andreas Wendl aus Woffenricht, und Andreas Siegert aus Krickelsdorf.

Geehrte ZüchterClaus Pilhofer aus Seidersberg (für Bulle Nibler), Georg Schwab aus Lintach (Bulle Iserbrav, höchste Jahresmilchleistung, beste Marktbeschickung von Großvieh), Ernst Gnahn aus Oberachtel (Bulle Enduro; Andienung von 37 Nutzkälbern zur Festvermarktung), Bernhard Wiesner aus Brunnhof (höchste Lebensleistung von Kuh Anika), Markus Luber aus Konradingsgrund (höchste Lebensleistung von Kuh Heidrun), Erwin Kolb aus Niederricht (höchsten Herdenleistung), Hans Dehling aus Woffenricht (Verkauf von 27 Kälbern), Hans Schmid aus Eckertsfeld (40 Jahre als Kälberfahrer).
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