Unglücklich über neue Struktur bei ÄLRD
Herzblut als Schlüssel des Erfolgs

Die beiden Privatdozenten Dr. Torsten Birkholz (links) und Dr. Michael Dittmar (rechts) sowie Marc Bigalke waren bisher die Ärztlichen Leiter Rettungsdienst. Mit ihrer Arbeit waren die Vertreter des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung, Verbandsvorsitzender Michael Cerny und Geschäftsführer Andreas Dommer, höchst zufrieden. Bild: hfz

Nein, glücklich über die neue Konstellation sind die Verantwortlichen des Zweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF) nun wirklich nicht. "Für uns hat sich das alte System bewährt", sagt Vorsitzender Oberbürgermeister Michael Cerny über den Ärztlichen Leiter Rettungsdienst (ÄLRD). Denn es steht eine Umstrukturierung ins Haus.

Amberg-Sulzbach. Bisher waren es drei Mediziner, nämlich Marc Bigalke aus Amberg sowie die beiden Privatdozenten Dr. Torsten Birkholz aus Sulzbach-Rosenberg und Dr. Michael Dittmar aus Schwandorf, die sich eine Stelle teilten. Das darf künftig nicht mehr sein. Pro Rettungsdienstbereich gibt es einen Ärztlichen Leiter Rettungsdienst, der eine 0,5-Stelle besetzt. "Wir waren mit dem Dreier-Team zufrieden, sowohl persönlich mit den Leuten als auch mit der Struktur", betont Cerny und erinnert sich an die letzte Zweckverbandssitzung, als die bisherigen ÄLRD verabschiedet wurden. "Das war ein emotionaler Moment."

Wir waren mit dem Dreier-Team zufrieden, sowohl persönlich mit den Leuten als auch mit der Struktur.OB Michael Cerny, Vorsitzender des Zweckverbands

Er bescheinigt den drei Medizinern, mit Herzblut bei der Sache gewesen zu sein. "Und das war der Schlüssel des Erfolgs." Ihre Aufgabe war, die Qualität im Rettungswesen zu verbessern. Dafür benötige man qualifizierte Leute. "Und das waren sie definitiv", bilanziert Cerny.

Stelle nicht teilbar


Für den Zweckverband, aber auch für die drei Gebietskörperschaften (Stadt Amberg und die Landkreise Amberg-Sulzbach und Schwandorf), habe die bisherige ÄLRD-Konstellation gepasst, findet auch ZRF-Geschäftsführer Andreas Dommer. "Da kam Wehmut auf, dass wir das auflösen mussten, Wehmut auf beiden Seiten." Allerdings gebe es keine andere Möglichkeit, als diese Umstrukturierung zu vollziehen. Das heißt, auch für den ZRF Amberg gibt es nur einen ÄLRD auf einer halben Stelle. Nicht möglich ist, dass sich zwei Mediziner dieses Amt teilen. Neu sei außerdem, dass es Bezirks-ÄLRD geben wird, so auch für die Oberpfalz.

Sowohl Cerny als auch Dommer loben die Arbeit der bisherigen ÄLRD und erwähnen insbesondere das Dreikönigssymposium, das die drei Ärzte alljährlich organisiert hatten. "Das war einmalig in ganz Bayern", so Cerny. Auch andere Projekte hatten bayernweit Beachtung gefunden. So zum Beispiel ein Konzept für die nichtärztliche Vorsichtung bei einem Massenanfall von Verletzten. Momentan läuft nach Angaben des ZRF-Vorsitzenden und des Geschäftsführers die Ausschreibung. Ziel ist, bis zum 1. Januar 2017 die Stelle des ÄLRD wieder zu besetzen.

Nächstes Symposium


Einmal noch wird das bisherige Trio tätig sein: beim Dreikönigssymposium zum Thema Herz-Lungen-Wiederbelebung. Die Fortbildung für Rettungsdienstmitarbeiter und Notärzte geht am Samstag, 14. Januar, in der Oberpfalzhalle in Schwandorf über die Bühne.
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