Unwetter sorgt in Hirschau für Brandeinsatz der Feuerwehr
Blitz schlägt in Wohnhaus ein

Allein Hirschau rückte mit 30 Mann an, auch die Feuerwehren Schnaittenbach und Ehenfeld unterstützten mit 20 weiteren Leuten. Ein Nachbar hatte von seinem Garten aus den Blitzeinschlag live erlebt und alarmierte sofort.

Das schwere Gewitter am Montagabend hatte für ein Wohngebäude in Hirschau böse Folgen. Der Blitz schlug gegen 18.35 Uhr ins Dach des Einfamilienhauses am Kellerweg ein und verursachte am Giebel ein Feuer.

Hirschau. Weil laut FFW direkt darunter ein Raum mit Computer und Steckdose liegt, kam es auch hier zu einem Schmorbrand und die gewaltigen eingefahrenen Elektrizitätsmassen breiteten sich über die Stromleitungen bis zum Verteilerkasten im Keller aus. Glücklicherweise hatte ein Nachbar von seinem Garten aus den Blitzeinschlag beobachtet und alarmierte sofort die Hirschauer Feuerwehr, die mit rund 30 Mann, drei Fahrzeugen und ihrer Drehleiter ausrückte. Letztere nutzte sie, um den leicht brennenden Giebel von außen zu löschen, wie Kommandant Sebastian Jasinsky informierte.

Bewohner nicht zu Hause


Um ins Innere zu gelangen - das Haus war zu diesem Zeitpunkt leer, ein Bewohner kam erst später hinzu - öffneten die Wehrmänner im Parterre ein Fenster und drangen in Keller- und Dachgeschoss vor. Oben löschten sie nur kurz mit Wasser und konnten die kleineren Glutnester mit dem Feuerlöscher ersticken. Unten am Stromverteilerkasten versicherten sie sich laut Jasinski ebenfalls nur, dass nichts glomm. Offene Flammen schlugen ihnen auch hier nicht entgegen.

Selbst am Dach waren die Arbeiten nach wenigen Minuten beendet. Allerdings hatte der Blitz mehrere Dachziegel regelrecht weggesprengt, die Jasinsky zufolge bis zu 20 Meter weit durch die Luft flogen. Verletzt wurde auch dadurch niemand, weil das Haus in der Nähe des Friedhofs allein steht und niemand unmittelbar daneben wohnt. Passanten mit Ziel Friedhof waren zu dieser Zeit nicht unterwegs, weil es bereits aus allen Wolken goss.

Das war nach Ansicht des Hirschauer Kommandanten auch der Grund, dass sich die Flammen nicht stärker ausbreiteten, weil sie von oben regelrecht zugeschüttet wurden. Die relativ solitäre und erhöht stehende Lage ist nach seiner Einschätzung vermutlich der Grund, warum sich der Blitz dieses Haus ausgesucht hatte. Zudem habe das ältere Gebäude keinen Blitzableiter.

Eher seltenes Unglück


Dennoch sind zumindest in Hirschau nach Erfahrung des Kommandanten Blitzeinschläge in Wohnhäuser sehr selten. Der letzte Fall, der auch kein Gebäude, sondern einen Baum im Garten daneben betraf, liegt drei Jahre zurück und war im Ortsteil Ehenfeld. Obwohl es am Kellerweg am Montag nicht zu einem offenen Brandausbruch gekommen ist, schätzte die Polizei den Schaden auf insgesamt rund 40 000 Euro, was hauptsächlich an der wahrscheinlich komplett zerstörten Elektrik liegt.

Außerdem waren Rauch und Schmorgeruch auf allen Etagen so penetrant, dass die Feuerwehr das ganze Gebäude mit Hochdrucklüftern säubern musste. Auch die FFW Schnaittenbach und Ehenfeld mit insgesamt über 20 Mann und drei Fahrzeugen leisteten Unterstützungsarbeiten.

Beim Einschlag hat der Blitz etliche Dachziegel regelrecht weggesprengt. Sie lagen im Umkreis von 20 Metern verstreut.Sebastian Jasinsky FFW-Kommandant Hirschau
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