Unwetter über dem östlichen Landkreis
Land unter

30 bis 40 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb rund 30 bis 40 Minuten - das packt kein Kanal. Die Einsatzkräfte mussten einige Keller auspumpen.

Das Unheil zeichnete sich am Sonntag gegen 16.30 Uhr furchteinflößend am Himmel ab. Dunkle, schwarzgraue Wolken zogen aus Nordwesten heran. Wind kam auf. Dann schüttete es wie aus Kübeln.

Es war nur ein schmaler, lokal eng begrenzter Streifen, über dem sich das Gewitter mit voller Wucht entlud. Die Wassermassen, die da vom Himmel niederprasselten, reichten jedoch aus, um viele Feuerwehren im Osten des Landkreises mächtig auf Trab zu halten. Besonders betroffen war Hirschau; mittendrin in den Fluten: Kommandant Sebastian Jasinsky und seine Truppe. "Der erste Einsatz betraf den Hirschauer Sportpark, Keller auspumpen, dann folgten Schlag auf Schlag viele weitere Hilferufe."

Rund 20 Einsätze


Bis zu 20 Einsätze musste die Hirschauer Feuerwehr bis in den späten Abend abarbeiten. "Schwerpunkte waren neben dem Sportpark auch der Campingplatz am Monte Kaolino sowie die B 14, die zeitweise bis zu 40 Zentimeter unter Wasser stand. Wir mussten sie zum Abpumpen des Regens sogar kurzzeitig sperren", berichtete Jasinsky auf unsere Nachfrage.

35 bis 40 Liter


Während es in einigen Ortsteilen "nur" 20 Liter regnete, liefen andernorts die Schmutzwasserpumpen auf Hochtouren. "Wir maßen zwischen 35 und 40 Liter pro Quadratmeter Regenmenge, die da in den rund 30 Minuten vom Himmel fiel. Die Kanäle waren voll, das Wasser drückte überall heraus und einige Keller liefen voll."

Fünf Fahrzeuge und gut 30 Feuerwehrleute waren im Einsatz, um die Folgen des Unwetters zu bekämpfen. Auch der Ehenbach schwappte an einigen Abschnitten über, aber die Helfer hatten die Lage insgesamt gesehen zügig im Griff. "Es war heftig - jedoch nicht auszudenken, wenn beispielsweise 100 Liter Regen gefallen wären", bewertete der Hirschauer Kommandant das heftige Gewitter einen Tag danach. "Wichtig ist, Personen sind nicht zu Schaden gekommen." Kreisbrandrat Fredi Weiß lobte das schnelle Handeln und die sehr gute Arbeit der vielen Feuerwehren, die am späten Sonntagnachmittag im Einsatz waren. "Neben Hirschau mussten die Kollegen aus den Gegenden um Aschach, Immenstetten, Schnaittenbach, Freudenberg und Ebermannsdorf etliche Keller auspumpen und Straßen säubern."

Auch Fredi Weiß bestätigte gegenüber der AZ: "Es gab Gott sei Dank keine Verletzte, keine Blitz- und auch keine massiven Sturmschäden."
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