Viertklässler der Hahnbacher Grundschule machen bei Heimatforscherprojekt
Attraktive und „doofe“ Orte

Der besondere Unterricht, bei dem die Viertklässler ihre Heimatgemeinde besser kennenlernen konnten, kam bei den Schülern sehr gut an. Bild: Anita Kinscher

Die Heimatverbundenheit von Kindern soll gestärkt werden. Deshalb nahmen Viertklässler der Hahnbacher Grundschule an dem Heimatforscherprojekt der Kommunalen Jugendarbeit Amberg-Sulzbach teil. Dessen Ziel ist es, Möglichkeiten zu erarbeiten, Wünsche und Anliegen adäquat zu äußern.

Amberg-Sulzbach. Hierfür haben sich die Kinder an zwei Unterrichtstagen an die Arbeit gemacht und die Marktgemeinde Hahnbach genauer unter die Lupe genommen. Eine Gruppe erforschte, laut Pressemitteilung, den Erlebnis-Wanderweg nahe der Vils, eine andere machte die schönen und weniger schönen Orte Hahnbachs ausfindig.

Außerdem wurden der Schulweg auf seine Verkehrssicherheit geprüft und die Spielanlagen auf ihre Funktionsfähigkeit getestet. Gute Bewertungen erhielt das Hallenbad gleich neben der Schule. Der Spielplatz in der Fichtenstraße bekam von den Kindern ebenfalls volle Punktzahl.

Mit attraktiven Spielgeräten und gepflegten Anlagen hält man sich dort gerne auf. Nur die Seilbahn sollte nachgezogen werden, da ältere Kinder beim Fahren auf dem Boden rutschen. Außerdem wäre laut der kleinen Experten ein Rauchverbot angemessen, um herumliegende Zigarettenstummel zu vermeiden. Bolzplatz und Erlebniswanderweg schnitten bei den Kindern dagegen schlechter ab. Aufgrund zerschlissener Tornetze und herumliegenden Mülls wurden diese Stellen als "doofe Orte" deklariert. Ein großer Wunsch der Schüler ist es zudem, dass die als altmodisch befundenen Schultoiletten renoviert werden.

Zur Abschlusspräsentation wurden die Buben und Mädchen unter der Leitung ihres Lehrers Michael Zollinger ins Hahnbacher Rathaus eingeladen. Bürgermeister Bernhard Lindner erwartete die Kinder freudig und nahm die Vorschläge der jungen Forscher gerne entgegen.

Nach einer regen Diskussion über die Erhaltung der Spielgeräte sowie die Möglichkeit des Einsatzes von sogenannten "Spielplatz-Paten" gab der Bürgermeister an, die Präsentationen dem Gemeinderat vorzustellen und die Themen auf diese Art und Weise weiterzuverfolgen. Er unterstrich die wichtige Rolle der Kinder in der Gemeinde und lud die Klasse zu einem weiteren Besuch in das Rathaus ein.
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