Vor dem Amberg-Sulzbacher Landratsamt steht ein Christbaum, der Rätsel aufgibt
Der Baum, den keiner kennt

Vor dem Landratsamt steht ein Rätsel, auch für Baumkenner. Bild: wsb

Selten hat wohl ein Tannenbaum in Amberg so viel Bewunderung und Neugierde ausgelöst wie heuer der im Hof des Kurfürstlichen Schlosses. Groß, ausladend und gleichmäßig gewachsen, ist er eine Augenweide. Doch das sind noch keine Alleinstellungsmerkmale. Es sind vor allem seine Nadeln, die bewundert, gestreichelt und beschnuppert werden. Ist es eine Tanne? Eine Kiefer? Aus dem Landratsamt kam die Aufklärung.

Zuerst noch Quiz-artig: immergrün, wächst schnell, wird über 50 Meter groß, hat beidseitig blau-grüne, bis zu sieben Zentimeter lange, zur Krone hin kürzer werdende Nadeln, die zerrieben nach Zitrone riechen; ist im Westen Nordamerikas zu Hause. Ende des 19. Jahrhunderts kam die Baumart nach Europa. Sie ist anspruchslos, verträgt sowohl Trockenheit als auch Frost. Doch ihr Holz kann einen Schreiner nicht begeistern. Die Nadeln bleiben, selbst beim gefällten Baum, bis zu zehn Jahre am Ast. Welcher industriell hergestellte Weihnachtsbaum könnte da mithalten? In den USA ein beliebter Weihnachtsbaum, in der Wildnis wegen der Äste bis zum Boden ein beliebtes Winterquartier der Bären.

Wer es jetzt immer noch nicht weiß, sei an dieser Stelle erlöst: Es handelt sich um die Grau-Tanne, auch Colorado-Tanne, aus der Familie der Kieferngewächse.
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