Waldjugendspiele für Drittklässler aus Amberg und dem Landkreis
Blätterangeln und Zapfenwurf

Drittklässler aus Stadt und Land sind nächste Woche wieder mit dabei, wenn es um die Waldjugendspiele geht. Archivbild: Hartl

Drittklässler hinaus in den Forst. Nächste Woche ist es wieder so weit: Die Waldjugendspiele stehen ins Haus.

Amberg-Sulzbach. Für 780 Kinder der dritten Grundschulklassen aus Amberg und dem Landkreis finden am Mittwoch/Donnerstag, 8./9. Juni, wieder Waldjugendspiele statt. Den Schülerwettbewerb rund um Wald und Forstwirtschaft organisiert das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Amberg am Spielort Mariahilfberg.

Gesonderte Führung


Von den 53 eingeladenen Klassen nehmen 35 an den Waldjugendspielen teil, hieß es in einer Presseankündigung. Viele Klassen, die sich nicht gemeldet haben, begeben sich mit ihrem Förster auf eine gesonderte Waldführung. So kommt fast jedes Schulkind im Landkreis einmal mit dem Förster in den Wald und kann dessen Schönheit und Nutzen mit abwechslungsreichen waldpädagogischen Aktionen erleben.

Die Spiele wurden von der Forstverwaltung und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (Landesverband Bayern) 1970 ins Leben gerufen. Sie werden heuer in Niederbayern und der Oberpfalz an 15 Orten veranstaltet.

Reizvolle Strecke


Am ersten Tag sind 18 und am zweiten 16 Förster und weitere 14 Helfer an den Stationen im Einsatz. Organisator Werner Lang kann sich dabei auf seine Forstkollegen vom AELF stützen. Kräftige Mithilfe erfährt er aber auch vom Förster des Städtischen Forstamtes Amberg, das die reizvolle Spielstrecke durch den laubholzreichen Stadtwald zur Verfügung stellt. Ebenfalls von der Partie sind der Forstbetrieb Burglengenfeld und das AELF Neumarkt.

Dank sagen die Veranstalter auch der Sparkasse Amberg-Sulzbach, die die Kosten für Erinnerungsbilder übernimmt, der Brauerei Märkl aus Freudenberg, die mit Tischen und Bänken sowie ihrem Fuhrpark zum Gelingen beiträgt, sowie der Stadt Amberg und dem Landkreis.

Zum Spielablauf:

Jede Klasse erhält bei den Waldjugendspielen einen Förster oder Försterin als "Forstpaten", der die Schüler 3 bis 3,5 Stunden auf einem vorbereiteten Parcours begleitet und den Kindern Interessantes über Wald und Forstwirtschaft erzählt. Entlang des Weges durch den naturnah bewirtschafteten Stadtwald am Mariahilfberg warten auf die Schüler zahlreiche Aufgaben, die es mit Geschick und Wissen gemeinsam zu lösen gilt.

Neben "Walderleben" und Wissensvermittlung sollen die Kinder möglichst viele Wertungspunkte ergattern, denn die fleißigsten Punktesammler werden mit schönen Preisen und Urkunden bedacht, die sie bei der Siegerehrung im Juli erhalten.

Die Kinder sollen mit den Waldjugendspiele spielerisch über das "grünes Drittel" aufgeklärt werden und das Netzwerk des Ökosystems Wald, aber auch seine Verletzlichkeit verstehen lernen. Und sie sollen auch an die Grundzüge und Bedeutung einer naturnahen Forstwirtschaft herangeführt werden. "Nur was man kennt, das schätzt man, und nur was man schätzt, das schützt man," heißt es in der Mitteilung. Unter diesem Motto steht die Idee der Spiele seit über 40 Jahren. Gleichzeitig sollen den Lehrkräften als Multiplikatoren in unserer Gesellschaft die Bedeutung des Waldes sowie das Wesen einer naturnahen, nachhaltigen Forstwirtschaft ins Bewusstsein gerufen werden.

Auf die Kinder warten heuer folgende Spiele, bei denen Geschick, Schnelligkeit, Teamgeist aber auch Wissen gefragt sind: Blätter-Angeln, Ratestaffel, Sterschlichten, Turmbau, Zapfen-Zielwurf.

Erstmals dabei sind Erlebnisbäuerinnen. An deren Stand können die Schüler ihre Fähigkeiten beim Melken unter Beweis stellen.

Am Fotostand heißt es wieder "Bitte lächeln" für ein "Klassenfoto mit Förster und Klassenleiter".

Ferner sind entlang des Parcours vier Tiersuchtafeln versteckt, die von den Kindern zunächst entdeckt werden müssen. Anschließend stellt der Forstpate knifflige Fragen, etwa zu den Bäumen, an denen die Tafeln gefunden wurden.

Alle Forstpaten lassen sich auf der ganzen Spielstrecke von den Kindern "Löcher in den Bauch fragen". An vorbestimmten, besonders geeigneten Waldorten wird aber auch Wissenswertes zu folgenden vier Themen gemeinsam erarbeitet: "Borkenkäfer", "Was unsere Wälder alles nachhaltig leisten!", "Eiche - Buche" und "Baum des Jahres 2016 - Die Winterlinde". Haben die Kinder gut aufgepasst, können sie den abschließenden Wissenstest fehlerfrei lösen.

Alle Teilnehmer erhalten am Ziel eine hölzerne Erinnerungsplakette und für die Klasse lehrreiche Faltblätter, ehe der Forstpate sich verabschiedet und der Schulalltag wieder einkehrt.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.