Wichtig für den Nachwuchs
Der 100. Feuerwehr-Führerschein

Landrat Richard Reisinger (Vierter von rechts) und der Leiter der Verkehrsbehörde, Christian Luber (Zweiter von rechts) überreichten Johannes Winkler (Vierter von links) den 100. Feuerwehr-Führerschein. Dazu gratulierten (von links) Kommandant Benjamin Weiß, Kreisbrandmeister Armin Daubenmerkl, Kreisbrandrat Fredi Weiß, Kreisbrandmeister Martin Schmidt und Kreisbrandinspektor Hubert Blödt. Bild: hfz

Sorgen über Nachwuchs muss sich die Feuerwehr im Landkreis nicht machen: Den gibt es. Was Kreisbrandrat Fredi Weiß mehr Kopfzerbrechen bereitet, ist die Tatsache, dass die Jugend kein Feuerwehrauto lenken darf.

Amberg-Sulzbach. Führerschein-Neulinge dürfen seit einer EU-Reform mit dem Auto-Schein nur noch Fahrzeuge bis zu einem Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen steuern: zu wenig für ein FFW-Einsatzfahrzeug. Deshalb gibt es in Bayern einen eigenen Feuerwehr-Führerschein. Das 100. Exemplar überreichte Landrat Richard Reisinger nun an Johannes Winkler aus Lintach.

Mit diesem speziellen Führerschein darf der 20-Jährige Einsatzfahrzeuge bis 4,75 Tonnen lenken. Dafür wurde er von Ausbilder Benjamin Weiß intensiv geschult. Den Fahrstunden folgten die Prüfungsfahrt und das endgültige Okay des Prüfers, Kreisbrandmeister Martin Schmidt. "Der Führerschein gilt aber nur für Einsatzfahrzeuge und gefahren werden darf damit nur bei Einsätzen", teilt Kreisbrandrat Fredi Weiß mit.

Vor fünf Jahren wurde der erste Feuerwehr-Führerschein ausgegeben, nun also war es das 100. Exemplar. Die Kosten tragen vollständig die Kommunen. Aber nur der Feuerwehr-Führerschein garantiert laut Weiß letztlich, dass die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr aufrechterhalten werden kann. Denn was würde all der Nachwuchs bringen, wenn keiner das Einsatzfahrzeug lenken und die Wehr so nicht ausrücken könnte?
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