Wochenende und feiertags künftig Mitnahme von Rädern im Vilstalbus möglich
Neuer Fahrradbus geht an den Start

So sieht der Fahrradanhänger aus, der von 1. Mai bis 1. November bei den Samstags-, Sonn- und Feiertagstouren der Ostbayernbuslinie 54 Amberg - Schmidmühlen und zurück angekoppelt wird. Der Busfahrer sorgt fürs Befestigen der Räder, was sich (von links) Peter Bäuml, Helmuth Pfeffer, Hans-Jürgen Haas, Landrat Richard Reisinger und Erwin Rösl von der gleichnamigen Werbefirma, die das Touren-Faltblatt herstellt, gestern anschauten. Bild: Huber
 

Die Freizeitbuslinien im Landkreis laufen bestens. Jetzt kommt eine weitere hinzu, die erstmals konkret die Fahrradfahrer und Radtouristen anspricht. Auf der Route zwischen Amberg und Schmidmühlen ist ab 1. Mai an den Wochenenden die Mitnahme von Rädern möglich. Für einen Preis von 2,50 Euro pro Strecke.

Amberg-Sulzbach. Es ist die Linie 54, die immer am Samstag drei Mal und an Sonn- und Feiertagen jeweils zwei Mal diesen Service anbietet. Es war Landrat Richard Reisinger - selbst passionierter Radfahrer -, der hier den ÖPNV und die touristischen Möglichkeiten des Landkreises gerade für Radler stärker verknüpfen wollte. Schnell war nach seinen Worten mit dem Zweckverband Nahverkehr Amberg-Sulzbach (ZNAS) und der Regionalbus Ostbayern GmbH (RBO) die Idee geboren, das Vils- und Lauterachtal einzubinden, das mit dem Fünf-Flüsse-, dem Schweppermann- und dem Lauterachtal-Radweg bereits gut erschlossen ist. Diese Strecken sind schon prima vernetzt, führen sogar zu weiteren Routen ins Naab-, Altmühl- und Laaber-Tal beziehungsweise bis nach Regensburg.

Flussaufwärts Kraft sparen


Dabei will die neue Fahrradbuslinie zwischen Amberg und Schmidmühlen vor allem für die Radler ein Angebot sein, die erst mal flussabwärts strampeln, um dann für die teils bergauf gehende Rückfahrt den Chauffeur-Service zu nutzen. "So kann man Kondition sparen", meinte der Landrat gestern bei der Pressevorstellung mit ZNAS-Geschäftsführer Hans-Jürgen Haas, RBO-Niederlassungsleiter Peter Bäuml aus Weiden und Ambergs RBO-Außenstellenchef Helmuth Pfeffer.

Voranmeldung nötig


Diese Linie kommt nach Reisingers Worten Radtouristen im doppelten Wortsinn entgegen, weil sie mit dem Bus die oft anstrengenderen Routen abkürzen können. Transportiert werden die Räder auf einem Anhänger, den laut Pfeffer der Busfahrer be- und entlädt. Weil der Platz darauf auf 20 Räder begrenzt ist, ist nach seinen Worten eine Anmeldung vor der Mitfahrt nötig. Das gehe aber auch kurzfristig bis spätestens Freitag bzw. dem Tag vor dem Feiertag, 16 Uhr, beim VAS-Büro (09621/9731-0). Dort ist auch ein Faltblatt mit Tourenvorschlägen erhältlich. (Angemerkt)

Der FahrplanAbfahrtszeiten am Samstag

Amberg, Busbahnhof: 8.25, 16.50, 19 Uhr. Theuern, Schloss: 8.46, 17.11, 19.21 Uhr. Rieden, Vilsbrücke: 8.58, 17.23, 19.33 Uhr. Schmidmühlen, Bahnhofstraße: 9.06, 17.31, 19.41 Uhr.

Rückfahrt (jeweils identische Haltestellen, auch bei Sonn- und Feiertagsfahrten): Schmidmühlen: 9.15, 17.34, 19.44 Uhr. Rieden: 9.26, 17.42, 19.52 Uhr. Theuern: 9.37, 17.50, 20 Uhr. Amberg: 10.03, 18.12, 20.22 Uhr.

Abfahrt sonn- und feiertags

Amberg: 16.50, 18.50 Uhr. Theuern: 17.11, 19.11 Uhr. Rieden: 17.23, 19.23 Uhr. Schmidmühlen: 17.31, 19.31 Uhr.

Rückfahrt: Schmidmühlen: 17.37, 19.34 Uhr. Rieden: 17.45, 19.44 Uhr. Theuern: 17.53, 19.54 Uhr. Amberg: 18.15, 20.07 Uhr. Die Linie fährt bis 1. November.

Radlos ratlos am Radltermin

Von Thomas Amann

Da ist guter Rat teuer. Besser gesagt, gutes Rad. Wobei: So teuer hätte es gar nicht sein müssen. Es hätte jeder billige Drahtesel getan, um ihn bei der Pressevorstellung des neuen Fahrradbusses ins Bild zu heben. Denn, wie die Veranstalter wissen, machen die von ihnen eingeladenen Medien bei solchen Terminen gerne Fotos und Filme, die neben den Personen auch das Thema plakativ darstellen sollten.

Bei der Fahrradbus-Präsentation gestern war zwar der rote RBO-Bus samt entsprechendem Anhänger vorhanden, aber eben kein Rad. Ratlos radlos standen die Protagonisten da, die sich fürs AZ-Foto auch nicht sonderlich abstrampeln wollten. Sprich auf die Schnelle einen Drahtesel besorgen, weil da ja zum Beispiel am Bahnhof genügend herumstehen - tatsächlich nicht wenige herrenlos, um dann nach Monaten entsorgt werden zu müssen.

Doch irgendwie verstanden gestern alle nur Bahnhof. Bis auf O-TV. Die Kollegen vom Regionalfernsehen standen nicht auf dem Schlauch, sondern hatten sich ein Radl für ihren Beitrag selber mitgebracht. Sie hatten statt des Pkw eigens den Kleintransporter genommen und ein Tourenbike hinten eingeladen, das sie zur Rettung des Pressetermins hervorzauberten. Ja, auf die Kollegen, die noch viel mehr auf die laufenden Bilder angewiesen sind, ist halt Verlass. Sie kennen offenbar ihre Pappenheimer, zu denen auch ZNAS-Geschäftsleiter Hans-Jürgen Haas zählte. Sein Nachname hätte gestern ein "e" am Ende verdient mit dem Satzbeginn: "Mein Name ist ..."

thomas.amann@derneuetag.de





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