Agentur für Arbeit begrüßt Bürokratieabbau
Kurzarbeitergeld: Anzeigepflicht entfällt

Amberg-Sulzbach. Bürokratieabbau erleichtert jetzt die Verfahren bei Arbeitsausfällen in der Schlechtwetterzeit. "Für Unternehmen, die berechtigt sind, Saison-Kurzarbeitergeld zu beziehen, wurde eine spürbare Erleichterung geschaffen", informiert Joachim Ossmann, Leiter der Agentur für Arbeit Schwandorf. Bislang mussten die Unternehmen bei wirtschaftlich bedingten Arbeitsausfällen wie Auftragsmangel eine Anzeige über den Beginn des Ausfalles bei der Arbeitsagentur stellen. Beruhte der Arbeitsausfall auf der Witterung, war dies nicht notwendig. "Mit der gesetzlichen Neuregelung ist die Anzeigepflicht nun vollständig entfallen", so Ossmann. "Damit senkt man den bürokratischen Aufwand und entlastet Unternehmen und Arbeitsagentur." Für den Bezug des Saison-Kurzarbeitergeldes, egal durch welchen Ausfall verursacht, muss man nur noch die Abrechnungsunterlagen einreichen. Aufzeichnungen, die Gründe für die Arbeitsausfälle belegen, sind weiterhin aufzubewahren. Ausführliche Hinweise und alle erforderlichen Vordrucke im Internet: www.arbeits agentur.de -> Unternehmen -> Finanzielle Hilfen -> Kurzarbeitergeld.

HintergrundDas Saison-Kurzarbeitergeld kann von Dezember bis März für Betriebe des Baugewerbes, des Dachdeckerhandwerks sowie des Garten- und Landschaftsbaus in Anspruch genommen werden. In Betrieben des Gerüstbaus beginnt die Schlechtwetterzeit am 1. November und endet am 31. März. Diese Leistung sichert die Beschäftigung bei Ausfällen durch Witterung oder Auftragsmangel. Die Neuregelung beruht auf dem Inkrafttreten des "Gesetzes zur Stärkung der beruflichen Weiterbildung und des Versicherungsschutzes in der Arbeitslosenversicherung" (AWStG). Hier wurde die Regelung zur Anzeige des Arbeitsausfalls beim Saison-Kurzarbeitergelds ersatzlos gestrichen.
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