Besichtigung von Biogasanlagen auf Güllebasis
Sichere Standbeine

In den Landkreis Neumarkt, zu dort bestehenden Biogasbetrieben, führte die Lehrfahrt. Was die Teilnehmer dabei hörten, waren ausschließlich positive Erfahrungen, von denen die Besitzer der beiden Anlagen zu berichten wussten. Bild: hfz

Amberg-Sulzbach. Elf Landwirte beteiligten sich an der Lehrfahrt "Gülle-basierte Biogasanlagen bis 75 kW" in den Landkreis Neumarkt, organisiert vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Amberg (AELF) in Zusammenarbeit mit dem Verband für landwirtschaftliche Fachbildung. Besichtigt wurden zwei größere Milchviehbetriebe, die insbesondere die anfallende Gülle zusätzlich zu Strom und Wärme veredeln.

Bei Ludwig Lehmeier (Dippersricht) werden 90 Hektar bewirtschaftet und 80 Kühe gemolken. 2011 investierte er zusätzlich in eine kostengünstige 50-KW-Biogasanlage, mit deren Strom und Wärmeleistung er sehr zufrieden ist. Die Entlohnung, bei täglichem Arbeitseinsatz von maximal etwa einer halben Stunde, übertreffe die in der Milchviehhaltung bei weitem, und zusätzlich sei die Anlage in der Zeit der maroden Milchpreise ein sicheres Standbein, so Lehmeier.

Bei der Prui GbR (Harenzhofen) werden 120 Kühe per Roboter gemolken. Wegen der neuen Stallung wurde vor einem Jahr in eine 75-kW-Anlage investiert, um anfallende Gülle zu veredeln. Es werden zusätzlich nur der Kälbermist und täglich etwa bis zu einer Tonne Maissilage verfüttert. Die Bauzeit betrug vier Monate. Das Wohnhaus und der Melkstand werden mitbeheizt. Die Erfahrungen und der wirtschaftlich gesicherte Beitrag nach dem ersten Jahr seien, laut Betreiber, "sehr zufriedenstellend". Maximal 25 Minuten dauere der tägliche Fütterungs- und Kontrollaufwand bei der technisch optimierten Anlage. Zusätzlich werde die Gülle flüssiger, brenne und stinke weniger, wenn sie auf Grünland ausgebracht wird. Vorteile, die er nicht mehr vermissen möchte. (Zum Thema)
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