Die 60 besten ostbayerischen Gesellen in Passau geehrt
Über positive Erfahrungen reden

Strahlende Gesichter bei den Kammersiegern: Steinbildhauerin Marie Pauline Reimers (links), Steinmetzin Jennifer Arnold (Mitte) und Orthopädieschuhmacher Johannes Kummer (rechts).

Handwerk hat Zukunft: Den Beweis liefern gerade vier junge Leute aus dem Landkreis. Sie gehören zu den besten 60 ostbayerischen Gesellen. In Passau durften sie jetzt jede Menge Lobesworte und eine Urkunde entgegennehmen.

Amberg-Sulzbach. "Sie haben sich für eine Berufsausbildung im Handwerk entschieden und damit clever in Ihre Zukunft investiert", sagte Richard Hettmann, Vizepräsident der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, in den Redoute-Veranstaltungssälen. "Schon mit der Teilnahme haben Sie bewiesen, dass Sie sich etwas zutrauen und für Ihren Beruf brennen."

Junge ermuntert


Ob als Maurer, bei der Kirchenmalerei oder als Klavier- und Cembalobauer - laut Hettmann stützten sich die Erfolgsgeschichten der Gewinner auf ein Zusammenspiel von Betrieben, Lehrern und Eltern. Allen an der Ausbildung Beteiligten sprach er seinen Dank aus. Die jungen Handwerker ermunterte er, sich für ihren Berufsstand einzusetzen und die Werbetrommel für nachfolgende Generationen zu rühren: "Sprechen Sie über Ihre positiven Erfahrungen, denn das Handwerk sucht nach wie vor dringend Fachkräfte."

Im Namen der Stadt Passau beglückwünschte Oberbürgermeister Jürgen Dupper die Sieger: "Sie haben sich schon früh in Ihrem Berufsleben den Herausforderungen und dem Wettbewerb gestellt." Die heutige Ehrung sei wichtig, um zu zeigen, was das Handwerk leistet und zu bieten hat. Mit über 37 000 Betrieben und 206 000 Beschäftigten in Ostbayern sei das Handwerk eine regionale Wirtschaftskraft mit Zukunftschancen. In diesem Zusammenhang dankte er den ausbildenden Betrieben, die jungen Menschen vor Ort eine berufliche Zukunft ermöglichen.

Hohe Qualität


Der seit 1951 abgehaltene Berufswettbewerb zählt zu den größten und traditionsreichsten in Europa. Er dient dazu, die Ausbildungsleistungen in der Öffentlichkeit herauszustellen, die Berufsausbildung des Handwerks zu fördern und die hohe Qualität des dualen Ausbildungssystems in Deutschland zu unterstreichen. Um am Wettbewerb teilnehmen zu dürfen, mussten die Gesellen in der praktischen Prüfung mindestens die Note "Gut" erreichen.

Nach dem Leistungswettbewerb auf Kammerebene treten die Nachwuchshandwerker gegen ihre bayerische Konkurrenz an. Die Siegerehrung findet am Freitag, 28. Oktober, in Nürnberg statt. Die Bundessieger werden am Samstag, 10. Dezember, in Münster gekürt. Deutschlandweit nehmen jährlich rund 3000 Junghandwerker an diesem Leistungswettbewerb teil.

KammersiegerAmberg-Sulzbach. Beim Kammer-Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks für den Bereich Niederbayern-Oberpfalz waren aus der Stadt Amberg und dem Landkreis Amberg-Sulzbach folgende siegreichen Teilnehmer und Ausbildungsbetriebe beteiligt:

Brauer und Mälzer: Timon Kübler aus 61381 Friedrichsdorf bei Martin Sterk in Amberg-Raigering.

Orthopädieschuhmacher: Johannes Kummer aus Freihung bei Andreas Stief in Sulzbach-Rosenberg.

Raumausstatterin: Stefanie Wisneth aus Gebenbach bei Eugen Rustler in Poppenricht/Traßlberg.

Zerspanungsmechaniker, EG- Drehmaschinensysteme: Andreas Kohl aus Auerbach bei Wolfgang Kraus, Metallbearbeitung GmbH.
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