Jobcenter legt Jahresbilanz für die Stadt Amberg und den Landkreis Amberg-Sulzbach vor
Alle einig: „Ausgezeichnetes Ergebnis“

Sonja Schleicher, Geschäftsführerin des Jobcenters, stellte die Zahlen für 2015 vor. Bild: hfz

Amberg-Sulzbach. Auch wenn die Gesamtausgaben um 0,6 Prozent auf insgesamt 33,423 Millionen Euro leicht angestiegen sind: Die Jahresbilanz des für die Stadt Amberg und den Landkreis Amberg-Sulzbach zuständigen Jobcenters AM-AS für 2015 kann sich sehen lassen, heißt es in einer Mitteilung an die Presse.

So ging die Zahl der Hartz IV beziehenden Haushalte, im Fachjargon als "Bedarfsgemeinschaften" bezeichnet, um 1,3 Prozent zurück und erreichte im Dezember den Tiefststand von 2 595. "Ich freue mich sehr, dass es gelungen ist, über das ESF-Programm bereits in den ersten sechs Monaten zehn Personen und damit 20 Prozent der aufgenommenen langzeitarbeitslosen Leistungsberechtigten zu integrieren", lobte Ambergs Oberbürgermeister Michael Cerny als Vorsitzender der Trägerversammlung. Das Programm zur Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit war erst im Juli 2015 gestartet und hat eine Laufzeit von fünf Jahren. In diesem Zeitraum sollen insgesamt 50 Leute über Lohnkostenzuschüsse und ein begleitendes Coaching wieder in Lohn und Brot gebracht werden.

Die Förderprojekte


Auch Landrat Richard Reisinger, Stellvertreter des Oberbürgermeisters als Versammlungsvorsitzender, gratulierte Sonja Schleicher, der Geschäftsführerin des Jobcenters, und mit ihr Joachim Ossmann, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit in Schwandorf, zu diesem "ausgezeichneten Ergebnis", wie er sagte. Genauso positiv konnte auch das Förderprojekt KAJAK II - der Name steht für "Kombinierte Integrationsbemühungen für Alleinerziehende und Jugendliche in Arbeit und Ausbildung ergänzt durch Kinderbetreuung" - nach zweijähriger Laufzeit am 31. Januar 2015 abgeschlossen werden.

Bei dieser Maßnahme wurden insgesamt 113 Alleinerziehende und deren Kinder über 15 Jahren betreut. Dabei konnte in 90 Fällen eine positive Veränderung erzielt werden, 27 Mal wurde die Hilfebedürftigkeit der gesamten Bedarfsgemeinschaft beendet, teilen die Verantwortlichen mit. Beim Sonderprogramm des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales "Perspektive 50 plus", an dem sich das Jobcenter seit 2009 im Pakt mit der Gesellschaft zur Förderung der Arbeit (GGfA) Erlangen-Ingolstadt beteiligte und das zum 31. Dezember 2015 endete, wurden 47 Menschen in ein Beschäftigungsverhältnis integriert. Elf weitere Personen erhielten einen Minijob, und zwei machten sich auf den Weg in die Selbstständigkeit.

Wie Geschäftsführerin Sonja Schleicher ausführte, ist es dem Jobcenter aber auch neben diesen Sonderprogrammen gelungen, im Vorjahr zahlreiche Menschen in den Arbeitsmarkt zu integrieren. So nahmen 794 Personen an Einzel- oder Gruppenmaßnahmen teil, 70 wurden in öffentlich geförderte Beschäftigungsverhältnisse vermittelt.

Zudem ist die Integrationsquote im Jahresvergleich von 27,6 Prozent auf 30,2 Prozent merklich angestiegen. "In absoluten Zahlen bedeutet dies, dass 1 031 Menschen in eine Erwerbstätigkeit, ein Ausbildungsverhältnis oder in die Selbstständigkeit gebracht werden konnten", erläuterte Schleicher.
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