Das Wetter im Landkreis Schwandorf
Zuckerbrot und Russenpeitsche

Andy Neumaier
Freizeit
Kreis Schwandorf
10.11.2016
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Die gute Nachricht: Zumindest an den meisten Stellen wird das Wochenende wohl trocken über die Bühne gehen. Das wäre dann aber auch schon das „Zuckerbrot“, denn ansonsten regieren immer noch Frost und Glätte.

Ein Schuss russischer Kaltluft wirkt da noch wie ein Peitschenhieb, der uns vor allem morgens beim Gang vor die Haustüre ziemlich ins Gesicht klatscht. Temperaturen von bis zu -10 Grad sind möglich, und man bedenke: Es ist gerade einmal rund 8 Wochen her – nämlich Anfang September -, dass wir noch bei über 30 Grad schwitzen, baden und Eis essen konnten. So schnell kann das also gehen. Aber in Zeiten, in denen exzentrische Menschen, die sich weder mit Twitter, noch mit Selbstbräuner auskennen, die mächtigsten Ämter der Welt erhalten, wundert einen das bisschen Achterbahnfahren vom Wettergott eigentlich ja auch nicht mehr. Immerhin ist aber in der neuen Woche recht milde Luft auf dem Vormarsch, und versöhnt dann auch die Winterhasser wieder, während sich die andere Misere wohl nicht mehr so schnell geradebiegen lässt. Gut: Am Selbstbräuner könnte man arbeiten….

Nochmals Schnee und Glätte


Der Freitag bringt eine nasskalte Mischung aus zunächst überwiegend zeitweisem Regen, nur auf den Höhen des Grenzkamms fällt schon Schneeregen. Die Schneefallgrenze sinkt aber bis zum Abend allmählich in die Niederungen, und wenn sie da angekommen ist, dann werden die Niederschläge auch schon bald schwächer. Trotzdem reicht es vor allem ab etwa 600m für weiße Landschaft und glatte Straßen, die Temperaturen liegen vormittags mit 2 Grad in Schönsee, 4 in Wernberg- Köblitz und 6 in Teublitz noch am höchsten, gehen aber nachmittags immer weiter zurück. Abends und nachts wird es trocken, mitunter klar, und dann gibt´s verbreitet gefrierende Nässe bei -2 bis -5 Grad.

Am Samstag weht dann der „Böhmische“ schneidend kalt durch den Kreis. Dazu gibt´s dann ausgedehnte Nebel- und Hochnebelfelder aus Tschechien heraus, die im Wind teilweise auseinanderreißen und den klaren Himmel frei geben, teilweise aber auch dicht bleiben. Wo es trüb ist, da kann auch ein bisschen Schneegriesel fallen, sonst bleibt es aber trocken. Die Temperaturen bleiben in Oberviechtach knapp im Dauerfrost bei 0 Grad, und auch sonst grüßt der Winter bei +1 in Neunburg vorm Wald und +3 in Fensterbach. In der Nacht zu Sonntag gibt´s verbreitet -5, bei längerem Aufklaren grenznah auch -10 Grad.

Deutlich mehr Sonnenchancen bringt nach Auflösung von Nebel und Hochnebel am Vormittag dann der Sonntag. Da sollte es dann am Nachmittag kaum noch irgendwo grau bleiben. Trocken ist es in jedem Fall, aber die Temperaturen hängen weiter bei 0 Grad in Thanstein, +2 in Pfreimd und +3 in der Schwandorfer City. Auch die teilweise klare Nacht zu Montag bringt Frost zwischen -3 und -8 Grad, später bildet sich oft Nebel mit Gefahr von Reifglätte.

Steiler Aufwärtstrend


Am Montag ist es noch einmal winterlich kalt mit Nebellotto, ab Dienstag weht auffrischender Westwind und bringt graue Wolken, etwas Regen und Tauwetter. Die Temperaturen ziehen ordentlich nach oben, und während die Sonnenchancen in der zweiten Wochenhälfte steigen, sind am Freitag und Samstag dann sogar zweistellige Höchstwerte möglich. Frühlingserwachen? Sicher nicht, aber es wird sich herrlich anfühlen. Mehr dazu dann wieder am Montag in gesprochener Form auf http://www.onetz.de/owetter.
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