Lange Züge an Fronleichnam
Mit der Monstranz durch die Straßen

Fronleichnam Schmidgaden (Foto: ral)
Vermischtes
Kreis Schwandorf
27.05.2016
108
0
 
Fronleichnam Wolfring (Foto: nib)
 
Fronleichnam Fronberg

Die Bezeichnung "Fronleichnam" leitet sich vom mittelhochdeutschen "vrône lîcham" (des Herren Leib) ab. Das wird auch dadurch gezeigt, dass der Priester nach dem Festgottesdienst den Leib des Herrn in Form der Hostie in der Monstranz durch die Straßen trägt.

Landkreis. Das Fronleichnamsfest ist das Fest des Heiligsten Leibes und ein Hochfest im Kirchenjahr der katholischen Christen, mit dem die leibliche Gegenwart Jesu Christi im Sakrament der Eucharistie gefeiert wird. Im gesamten Landkreis fanden Festgottesdienste statt und führten lange Prozessionen durch die Orte.

Die gemeinsame Fronleichnamsprozession der Pfarrei Dürnsricht-Wolfring und der Expositur Högling fand in diesem Jahr in Wolfring (Gemeinde Fensterbach) statt. Pfarrer Hoch bezeichnete die Prozession als Zeichen der vertretenden Werte. Viele Gläubige, die Kommunionkinder sowie die Vereine der Pfarrei mit ihren Fahnenabordnungen waren nach Wolfring gekommen, um unter freiem Himmel den Festgottesdienst zu feiern und anschließend an der Fronleichnamsprozession durch Wolfring teilzunehmen. Viel werde in letzter Zeit von unseren Werten gesprochen, betonte Pfarrer Michael Hoch, der den Gottesdienst gemeinsam mit Ruhestandspfarrer Richard Salzl feierte. Wichtig sei es aber, diese auch zu zeigen. Die Prozession sei eine gute Gelegenheit dafür. Zum Ende der Prozession dankte Hoch den zahlreichen Helfern, die wieder vier Altäre aufgebaut und diese mit herrlichen Blumenteppichen geschmückt hatten sowie der Jugendblaskapelle und dem Kirchenchor für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes. Den Abschluss bildete der Frühschoppen am Dorfplatz.

Höhepunkt des Fronleichnamstages in der Pfarrgemeinde Schmidgaden war der feierliche Gottesdienst mit anschließender Prozession durch die Ortschaft. In den beiden Tagen vor dem Fest haben viele freiwillige Helfer, das Dorf entsprechend vorbereitet. Am frühen Morgen des Feiertages wurden die letzten Arbeiten an den vier Altären beendet.

Den Gottesdienst in der Pfarrkirche zelebrierte Pater Lukas Temme vom Kloster Miesberg. In seiner Predigt ging er auf die Bedeutung des Fronleichnamsfestes ein. Das Fest stehe in enger Verbindung mit dem Gründonnerstag und der damit verbundenen Einsetzung der Eucharistie durch Jesus Christus beim letzten Abendmahl. Nach dem Gottesdienst formierte sich vor der Kirche der Prozessionszug. An den vier Stationen folgten das Evangelium und die Fürbitten. Den Abschluss bildete der eucharistische Segen. Am Schluss ging es zurück zur Pfarrkirche, wo die Feierlichkeiten endeten.

Pfarrei Fronberg

Petrus schickte strahlenden Sonnenschein zur Fronleichnamsprozession nach Fronberg. Zahlreiche Gläubige, darunter die Fronberger Vereine mit den Fahnenabordnungen, Kindergartenkinder mit Blumenkörbchen und Kommunionkinder in ihren weißen Gewändern sowie sehr viele Ministranten nahmen daran teil. Sie zeigten durch ihre Teilnahme ihr öffentliches Bekenntnis für den Glauben und die Wahrung einer Tradition in Bayern. Pfarrer Thomas trug die Monstranz durch den Ortsteil zu den vier mit Liebe aufgebauten und geschmückten Altären - der Wendelinkapelle am Dorfplatz, dem Schlossvorhof, der Petruskapelle und der St. Andreas-Kirche.

Umrahmt wurden die Feierlichkeiten vom Kirchenchor und der Blaskapelle, welche auch im Anschluss beim Pfarrfest aufspielte. Der Frauenbund hatte wieder ein leckeres Kuchenbuffet aufgebaut, was sehr gerne angenommen wurde. Der Pfarrgemeinderat hatte die Gesamtorganisation sowie die Grillstation und den Ausschank übernommen und die FFW Fronberg die Straßensicherung.

Expositur St. Laurentius Gaisthal

In St. Laurentius Gaisthal machte als Vertretung für Pfarrer Dietz der Ruhestandsgeistliche Andreas Schlagenhaufer auf die Bedeutung des Fronleichnamsfestes aufmerksam. Wenngleich heute nicht mehr jeder Kalender den Tag als Feiertag führen würde, so sei es immer noch in vielen Gemeinden ein großer Festtag, anlässlich dessen in einer Prozession Glauben und Überzeugung gezeigt werden sollten. Das Wort „zeigen“ steckt in der Übersetzung der „Monstranz“, welche durch den Ort vorbei an geschmückten Häusern zu den vier Altären feierlich getragen wird.

Unter dem Himmel und mit einer langen Reihe von Mitfeiernden, von Kindern einschließlich der diesjährigen Kommunionkinder sowie Abordnungen aller kirchlichen Vereine und aller Ortsvereine feierte Gaisthal seinen Fronleichnam bei außerordentlich freundlichem Wetter. Die Evangelien an den vier Altären nahmen Bezug auf alle Generationen mit dem jeweiligen inhaltlichen Schwerpunkt zu Kindern, Jugend, Menschen der Lebensmitte und des Alters. Lektoren aus allen Generationen trugen dazu Texte und Fürbitten vor. Jeweils nach einer Einführung zum Thema verdeutlichte der Zelebrant immer den Schwerpunkt anhand der Botschaften aus der Heiligen Schrift. Gemeinsam gesungene Lieder im Zeitgeist, dargebracht von musizierenden Jugendlichen des Musikkreis Gaisthal & Freunde an ihren Blasinstrumenten, gaben der Feierlichkeit an den reich geschmückten Altären und Blumenteppichen eine rundum harmonische Atmosphäre.

Der „Prangertag“ und die Prozession zeigten sich von der schönen Seite, und ihre Bedeutung als De-Monstration von Glauben und Überzeugung rückte in den Vordergrund. Durch so eine Prozession, so der Geistliche in seiner Ansprache, könne tatsächlich das gesamte Kirchenvolk nach außen „predigen“. Denn predigen komme von praedicare , das heißt „ausrufen“ und meine, damit öffentlich seine Überzeugung in die Welt hinauszurufen und zu bezeugen. Am Ende der Prozession stimmten nochmals alle ein in das große Loblied „Großer Gott, wir loben Dich“, und man war sichtlich erfreut über ein gelungenes Fest- oder um es im Sinne des Zelebranten zu sagen: „Gute Predigt aller“.

Als große, lebendige Gemeinschaft präsentierte sich die Pfarrei Sankt Johannes an Fronleichnam. Zahlreiche Gläubige waren am Donnerstagvormittag gemeinsam mit Pfarrer Hannes Lorenz und Kaplan Christian Blank beim traditionellen Hochfest des Leibes und Blutes Jesu durch die Straßen der Nabburger Altstadt unterwegs. „Dabei bekennt sich die Kirchengemeinde, dass Christus mitten unter uns wohnt, dass er sich nicht scheut, in den Alltag unseres Lebens mit hinein zu gehen“, so der Stadtpfarrer.

Nach der festlichen Eucharistiefeier im Johannesdom in Nabburg bewegte sich die Prozession mit dem Kreuz voraus zum ersten Altar am Unteren Markt. Wegen der Verkehrsstörung in der Georgenstraße führte die Strecke heuer nicht mehr durch das Mähntor, sondern durch die Schmiedgasse hinauf zum Spitalhof. Von hier dann in den Schlosshof und abschließend vor die Pfarr-Bücherei. Fronleichnam war auch in Nabburg ein großes gesellschaftliches Ereignis: Kirchliche und weltliche Vereine mit Fahnen, Jugendblaskapelle, Chor, Erstkommunionskinder in ihrer Festtagskleidung, Ministranten, Bürgermeister mit Stadtrat und die kirchlichen Gremien beteiligen sich neben vielen Gläubigen an der Prozession. Die Häuser entlang des Prozessionsweges waren mit Fahnen, Girlanden und bunten Blumen geschmückt. Mit viel Hingabe und Blumenteppichen waren die vier Altäre hergerichtet und geschmückt worden. Nach der Prozession spielte, wie in den Vorjahren, die Jugendblaskapelle unter ihrem Dirigenten Markus Ferstl im Jugendwerk zum Frühschoppen auf.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.