In der Bürgermeisterrunde reden
Franz Stahl erneuert seine Vorschläge zur Verteilung von Asylbewerbern

Die Unterbringung von Asylbewerbern - hier in einer Notunterkunft - sorgt für Diskussionen. Bild: bz
Politik
Kreis Tirschenreuth
09.02.2016
347
0

Tirschenreuth. Auch wenn er sie nicht für lustig findet, Franz Stahl schiebt die Reaktion des Landrats auf seine Kritik an der aktuellen Asylbewerber-Situation im Landkreis auf den Fasching. Schließlich könne er doch nicht Briefe an Wolfgang Lippert von dessen Krankheitsfällen oder Urlaubsplänen abhängig machen. "Deswegen steht der Landkreis doch nicht still." Stahl versteht seine Vorschläge zur Lösung des Problems (wir berichteten) als Diskussionsgrundlage. Eine Quote bei der Verteilung von Flüchtlingen habe er schon Mitte des vergangenen Jahres gefordert. Freilich wisse auch er, dass dies nur auf freiwilliger Basis geschehen könne. "Darüber sollten wir in der Bürgermeisterrunde aber mit dem Landrat einmal reden können."

Den Vorwurf, an Flüchtlingsplätzen Geld verdienen zu wollen, hält der Tirschenreuther Bürgermeister "menschlich und moralisch für verwerflich". Aber Kommunen, die etwas für Asylberwerber tun, hätten auch Ausgaben, allein schon für Flächennutzungs- und Bebauungspläne. Beispielsweise der neue Fuß- und Radweg von Tirschenreuth zur Gemeinschaftsunterkunft habe der Kreisstadt einen Eigenanteil von 128 000 Euro beschert. Sorge bereitet Stahl die aktuelle Diskussion in Waldershof. "Das Kartenhaus der Solidarität bricht zusammen, wenn wir da nicht aufpassen."
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.