Keine Plätze frei
Das Dilemma mit der Unterbringung von Flüchtlingen

Landrat Wolfgang Lippert (links) und Oberregierungsrätin Regina Kestel nahmen zur aktuellen Flüchtlingsproblematik vor den Bürgermeistern des Landkreises Stellung. Bild: jr
Politik
Kreis Tirschenreuth
22.02.2016
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Tirschenreuth. Wenn stimmt, was die neuesten Zahlen vermuten lassen, dann muss der Landkreis mit rund 190 Flüchtlingen rechnen - jedes Monat. "Das ist kaum vorstellbar", sagte Regina Kestel vor den versammelten Bürgermeistern des Landkreises. Die Oberregierungsrätin weiß heute schon nicht mehr, wo sie denn all die Neuzugänge unterbringen soll.

"Ab April werden die Flüchtlingsströme wieder steigen", vermutete Kestel. "Wir haben derzeit aber keine freien Plätze." Die derzeit 800 Asylbewerber sind in 49 dezentralen und drei Gemeinschaftsunterkünften untergebracht. In den Zahlen enthalten sind auch 47 Kontingentflüchtlinge in Fuchsmühl und 32 unbegleitete Jugendliche in Immenreuth.

Kestel berichtete, dass allein im vergangenen Jahr 313 neue dezentrale Plätze geschaffen wurden. Seit Jahresbeginn seien dem Landratsamt 153 Personen zugewiesen worden. Da derzeit keine Plätze frei sind, wurden 47 in die Notunterkunft nach Wiesau gebracht. Anita Busch vom Landratsamt sei für die Anmietung von Wohnungen zuständig. Sie nehme Angebote von Interessierten entgegen und besichtige auch die Wohnungen.

Aufgrund der hohen Flüchtlingszahlen will die Bezirksregierung die Asylbewerber streng nach Quote verteilen. Kestel wies darauf hin, dass anerkannte Asylbewerber raus aus den Gemeinschaftsunterkünften und dezentral untergebracht werden müssten. "Wir sind dann gefordert und müssen geeigneten Wohnraum zur Verfügung stellen".
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