Monika Hohlmeier diskutiert über die Zukunft Europas
„Schlepper sind Verbrecher“

Monika Holmeier mahnte: "Wir müssen auch die Ursachen der Flucht bekämpfen." Bild: wro
Politik
Kreis Tirschenreuth
26.04.2016
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Zweifellos gehört die Burg zu den derzeit wohl am meistbesuchten Sehenswürdigkeiten im Herzen des Stiftlandes. Nach dem Auftakt mit Horst Seehofer folgte nun mit Monika Hohlmeier ein weiterer namhafter Gast aus den CSU-Reihen. Und da ging es um die Zukunft Europas.

Falkenberg. Der Gast aus dem EU-Parlament hatte viel Zeit mitgebracht und nutzte diese zunächst auch für eine ausgiebige Burgbesichtigung. Bürgermeister Herbert Bauer führte persönlich durch das Gemäuer. Nach all der vielen Informationen, immer treppauf, treppab, zeigte sich Hohlmeier dann doch ein wenig glücklich, dass sie ihren Vortrag im bequemen Sessel führen durfte.

Neben lokalen Vertretern aus den Reihen der CSU, FU, der Kommunen und dem Landkreis mischten sich auch prominente Gesichter aus dem Bundes- und Landtag unter die Besucher. JU-Kreisvorsitzender Matthias Grundler und seine Kollegin von der Frauen-Union, Tina Zeitler, hießen die Gäste willkommen. ASP- Kreisvorsitzender Harald Puckschamel verfolgte den Vortrag und die anschließende Aussprache zum Thema "Quo vadis Europa? Wie geht es weiter mit unserem Kontinent?"

Den Nimbus der Strauß-Tochter hat Hohlmeier zwar längst abgelegt, woher sie ihre Redegewandtheit geerbt hatte, konnte die CSU-Politikerin jedoch nicht verhehlen. Die Flüchtlingsproblematik nannte sie das größte Thema, " das wir (noch) vor uns haben". Niemand habe ein Problem damit, "wenn man weiß, woher die Flüchtlinge kommen, wer sie sind und wenn die Unterbringung in geordneten Bahnen abläuft", betonte die Sprecherin. Neben einer verlässlichen Aufteilung der Flüchtlinge auf die Mitgliedsstaaten müsse vor allem versucht werden, dem menschenunwürdigen Treiben von Schlepperbanden das Handwerk zu legen. "Schlepper sind Verbrecher", erklärte Hohlmeier und verwies darauf, dass die Banden gnadenlos Menschenleben opferten und auch vor Mord nicht zurück schreckten, wenn ihnen dies geschäftlichen Nutzen verspreche.

Kritik an der Kanzlerin sei ein völlig falscher Weg, sagte Hohlmeier. "Wir müssen aber endlich lernen, konsequent abzuschieben. Dass man das in Deutschland versäumt hat, halte ich für keine gute Nummer!" Mit Sorge verfolgte Monika Hohlmeier nicht nur den Familiennachzug. "Massive Probleme gibt es nach wie vor beim Datenabgleich innerhalb der EU-Behörden." Hohlmeier forderte mehr Respekt gegenüber der Polizei und den Sicherheitsbehörden. "Nicht die Polizei ist unser Problem, die Täter sind es!" Man müsse keine Angst haben, dass die Polizei in die Wohnungen unbescholtener Bürger eindringe. "Die Polizei braucht Vertrauen." Man müsse aber auch gleichzeitig lernen, mit anderen Staaten umzugehen. "Wir brauchen unsere Natopartner." Und dazu gehöre auch die Türkei.

"Wir müssen die vor uns liegenden Aufgaben ernsthaft anpacken", empfahl die Sprecherin. "Nehmen wir manches auch lockerer, versuchen wir nicht alles zu reglementieren." Deutschland sei nicht der Maßstab der EU, es gebe aber keinen in der Gemeinschaft, der mehr davon profitiere. "Lasst uns Europa nicht wegen jedem Firlefanz angreifen", schloss Monika Hohlmeier unter stehendem Applaus ihrer Zuhörer.
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