Akzeptanz für die Natur schaffen
Landkreis bestellt fünf Naturschutzwächter für zwei weitere Jahre

Weiter als Naturschutzwächter aktiv sind (von links) Erwin Möhrlein, Klaus Krützfeld, Otto Schade, Wolfgang Haberzeth und Manfred Haas. Landrat Wolfgang Lippert überreichte die Bestellungsurkunden. Bild: hfz

Sie sind im Auftrag des Landkreises unterwegs und müssen sich oft nicht ganz freundliche Worte anhören. Dennoch leisten sie einen nicht unerheblichen Teil ihrer Freizeit im Dienste der Natur. Mit "Ranger" hat das aber weniger zu tun.

Tirschenreuth. Ihre Aufgabe ist im Namen schon präsent: Naturschutzwächter nennen sich die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Unteren Naturschutzbehörde. Und wenn sie draußen unterwegs sind und ihre Kontrollen vornehmen, stößt das nicht immer auf Gegenliebe.

"Ohne die Arbeit unserer Ehrenamtlichen könnten einige Hilfestellungen für die Bürger nicht mehr oder nur in geringerem Umfang geleistet werden", sagte Landrat Wolfgang Lippert bei der Jahressitzung.. "Gerade die fachlich fundierte Beratung ist es aber, die Akzeptanz für die Natur schaffen kann."

Naturschutzwächter opfern viel Freizeit. Bis zu 240 Stunden pro Jahr sind sie unterwegs, Biberberater durchschnittlich 70 bis 160 Stunden und Hornissenberater teilweise bis zu 50 Stunden. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter entlasteten somit das hauptamtliche Personal und seien einfach vor Ort, oft auch kurzfristig, wenn Probleme auftauchten.

Dabei haben Naturschutzwächter durchaus hilfspolizeiliche Befugnisse. Sie können jemanden zur Feststellung der Personalien anhalten und dürfen ihn auch zu einer Polizeidienststelle bringen, wenn dies notwendig sein sollte. Naturschutzwächter dürfen auch Platzverweise aussprechen und unberechtigt entnommene Güter und Gegenstände sicherstellen.

Offiziell endet zwar am 31. Dezember die Bestellung der Naturschutzwächter, fünf von ihnen hängen aber zwei weitere Jahre an. Otto Schade betreut die Gemeinden Erbendorf, Friedenfels, Krummennaab und Reuth bei Erbendorf. Er ist seit 2011 Mitglied der Naturschutzwacht. Klaus Krützfeldt übt dieses Amt seit 18 Jahren bereits aus. Er ist zuständig für die Gemeinden Brand, Ebnath, Kulmain, Neusorg und Waldsassen.

Noch länger, nämlich bereits seit 23 Jahren, ist Erwin Möhrlein aktiv. Er kümmert sich um die Gemeinden Leonberg, Mähring, Mitterteich und Neualbenreuth. Manfred Haas betreut seit 2011 den Bereich Falkenberg, Fuchsmühl und Wiesau. Und Wolfgang Haberzeth, der sich um die Gemeinden Immenreuth, Kastl und Kemnath kümmert, trat 1997 in die Naturschutzwacht ein, ist also ebenfalls 18 Jahre dabei.

Landrat Lippert freute sich, dass er in einer kleinen Feierstunde die entsprechende Urkunden über die Verlängerung der Bestellung aushändigen durfte.
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