„Arche Noah der Heimatnatur nicht dem Gewinnstreben opfern“

Pechbrunn. Zu einer Wanderung durch das Naturschutzgebiet Teichelberg hatte der Bund Naturschutz eingeladen. Das Interesse war groß, über 80 Teilnehmer lauschten den Erklärungen von Revierförster Markus Liegl. "Das ist der wertvollste und ursprünglichste Wald in der nördlichen Oberpfalz." Die Blockschuttwälder mit ihren herrlichen Buchen, Linden und Bergahornen seien in den Kernbereichen bis zu 230 Jahre alt.

40 verschiedene Waldvögel, 12 Fledermau-Arten, dazu Hunderte verschiedener Käfer, Nachtfalter und Pilze zählte Liegl auf. Auch die Wildkatze habe ein Zuhause gefunden. Das Waldgebiet stehe daher völlig zu Recht unter dreifachem Schutz, als Naturwaldreservat seit 1978, als Naturschutzgebiet seit 1996 und europäisches Schutzgebiet (FFH-Gebiet). Josef Siller, der Vorsitzende der Kreisgruppe, nannte die Pläne der Firma Basalt AG, auf einer Fläche von 37 Hektar im Naturschutzgebiet Basalt abbauen zu wollen, einen Skandal. "Diese Arche Noah der Heimatnatur soll dem Gewinnstreben geopfert werden. Wie kann der Freistaat Bayern es zulassen, dass auf eigenem Grund ein wertvolles Naturschutzgebiet zerstört wird?" Der Bund Naturschutz werde um den Teichelberg kämpfen. "Wenn der fällt, dann ist kein Naturschutzgebiet mehr sicher. Wir sind bereit durch alle Instanzen zu klagen". Bild: hfz
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