Bernd Sommer fordert zweiten Rettungswagen
Flickschusterei

In zwölf Minuten, so heißt es, sollen die Rettungskräfte am Einsatzort sein. Die Frist kann nicht immer eingehalten werden. Archivbild: Hartl
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Kreis Tirschenreuth
25.04.2016
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Tirschenreuth. Nicht immer sind die gesetzlichen Rettungsfristen einzuhalten. Vor allem im ländlichen Raum sind die vorgeschriebenen 12 Minuten bis zum Eintreffen beim Patienten oft eine sportliche Herausforderung. Das galt früher vor allem für den Bereich um Fuchsmühl, wenn im Notfall der Rettungswagen aus Waldsassen anfahren musste, aber schon anderweitig unterwegs war.

Mit der neuen Rettungswache in Mitterteich sollte eigentlich alles besser werden. Jetzt aber fühlen sich andere schlechter versorgt. Beschwerden aus dem Raum Waldsassen und Münchenreuth machte Bürgermeister Bernd Sommer in der jüngsten Kreistagssitzung öffentlich. Neualbenreuth werde eh schon von Tirschenreuth aus versorgt. Auf Nachfrage macht Sommer das Problem an einem ihm bekannten Fall deutlich: "Ein Mann stürzt, der Kopf blutet. Bis die Leitstelle erreicht wird, vergehen so 3 Minuten. Nach 20 Minuten aber kommt erst der Rettungswagen - aus Erbendorf, weil der in Mitterteich unterwegs war. Dass da die Nerven blank waren, versteht sich." Sommer weiß, dass das Fahrzeug auch mehrfach schon abgezogen wurde und im Bereich der A 93 beim Autohof Bergler gestanden ist. Wegen Engpässe im dortigen Bereich.

"Wir brauchen einen zweiten Wagen", macht sich der Bürgermeister für eine engmaschigere Versorgung stark. "Alles andere ist Flickschusterei." Und er meint, die Integrierte Leitstelle könne das ja mit Zahlen belegen - oder widerlegen.
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