Betreuung der Flüchtlinge in besten Händen
Verschnaufpause tut gut

Die Arbeiterwohlfahrt ist jetzt eine anerkannte Flüchtlingsberatungsstelle. Darüber freuten sich (von links) Sabine Kirchmann, Maria Staufer (Caritas), 2. Bürgermeister Stefan Grillmeier, Asylberaterin Fatima Piontek, Angelika Würner, Diplom-Sozialpädagogin Tatjana Helgert, Landrat Wolfgang Lippert, stellvertretender Pflegedienstleiter Michael König, die neue Pflegedienstleiterin Bettina Sammet und Walter Brucker (Landratsamt). Bild: jr
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Kreis Tirschenreuth
03.04.2016
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Auch wenn es derzeit etwas ruhiger läuft, die Wohlfahrtsverbände und ihre Helfer brauchen dringend diese Erholungsphase. Auch um sich etwas intensiver um die Flüchtlingen kümmern zu können. Und da hat die Arbeiterwohlfahrt eine neue Erfolgsmeldung.

Mitterteich. Die Freude ist groß, seit die AWO im Landkreis vom Sozialministerium offiziell als Flüchtlingsberatungsstelle anerkannt ist. Schließlich bringt das auch finanziell etwas Entlastung. Landrat Wolfgang Lippert zeigte sich froh, dass die Betreuung der Asylbewerber im Landkreis so gut läuft.

Geschäftsführerin Angelika Würner betonte, dass sich die AWO jetzt seit gut eineinhalb Jahren um die Flüchtlinge kümmert. Möglich sei dies dank einer überaus engen Zusammenarbeit mit der Caritas. "Wir unterstützen uns gegenseitig." Während die Asyl-Sozialberatung bei der Caritas angesiedelt sei, kümmere sich die AWO darum, dass die Menschen die ihnen zustehende finanzielle Unterstützung bekommen. "Unsere Betreuung beginnt mit der Ankunft der Flüchtlinge im Landkreis und endet mit der Anerkennung. Aber auch noch danach stehen wir den Menschen mit Rat und Tat zur Seite."

Gefragt sei die AWO bei der Bearbeitung der Anträge bei Ämtern und Behörden. Die Leistungen der beiden Verbände werden mit 80 Prozent vom Staat unterstützt, den Rest müssen beide Organisationen selbst aufbringen. Würner verwies darauf, dass die AWO auch eine Kooperation mit dem Roten Kreuz anstrebe. Erste Gespräche hätten schon stattgefunden.

Betreut werden im Landkreis derzeit fast 900 Flüchtlinge. Würner bestätigte, dass es derzeit eine kleine Ruhepause gebe. "Wir sind glücklich, dass wir jetzt etwas durchschnaufen können." Das bestätigte auch Maria Staufer von Caritas. "Endlich ist es etwas ruhiger. Wir und unsere Helfer brauchen diese Pause. Endlich können wir uns um unsere Flüchtlinge intensiver kümmern."

Angelika Würner war es ein großes Anliegen, den Mitarbeitern des Landratsamtes besonders zu danken. "Selbst nach Dienstschluss sind diese Damen und Herren für uns noch zu erreichen." Dank galt auch der Polizei, dem Job-Center und vielen weiteren Behörden für eine überaus gute und unbürokratische Zusammenarbeit. "Dies ist mit ein Grund dafür, warum die Flüchtlingsbetreuung bei uns im Landkreis so gut läuft."

Landrat Wolfgang Lippert freute das Lob für seine Mitarbeiter und gab es auch an die Wohlfahrtsverbänden zurück. "Ich bin wirklich froh, dass es bei uns so gut funktioniert." Bei seinen Besuchen habe er immer wieder erkennen können,, dass Betreuung und Beratung der Asylbewerber mit viel Eifer und Elan erfolgten. Als kleine Anerkennung übergab er eine Geldspende zum Kauf neuer Regale für die Lagerung von Schuhen und Kleidungsstücken.

2. Bürgermeister Stefan Grillmeier freute sich über die enge Zusammenarbeit zwischen Arbeiterwohlfahrt und Caritas, "weil dies den Menschen gut tut". Er vergaß auch nicht die Kindergärten und Schulen der Stadt. "Sie tragen einen nicht unerheblichen Anteil an der Integration der Kinder und Jugendlichen. Bei ihnen allen steht der Mensch im Mittelpunkt", dankte Grillmeier.
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