Der demografische Wandel bringt das System ins Wanken
Miteinander der Generationen

Generationen können voneinander lernen. Voraussetzung: Sich füreinander interessieren und zuhören. Bild: Caritas

Der demografische Wandel bringt den Generationenvertrag und das Rentensystem ins Wanken. "Mach dich stark für Generationengerechtigkeit!" heißt das Motto einer bundesweiten Caritas-Kampagne. Auch der Landkreis ist dabei.

Tirschenreuth. Im Gegensatz zu den "Bundesjugendspielen", die vorrangig das Ziel haben, sportliche Einzelleistungen zu prämieren, setzen die Bundesgenerationenspiele auf Mannschaftsgeist. "Das Miteinander der Generationen und Nationalitäten sowie der gemeinsame Spaß sind entscheidend", sagt Diözesan-Caritasdirektor Dr. Roland Batz

In vielen kirchlichen Alten- und Pflegeheimen wetteifern am 28. Juni verschiedene Teams beim Käserollen, Inselspringen, Handtuch-Volleyball oder im Ruflabyrinth. "Jedes unserer Alten- und Pflegeheime ist in diesem Sinne schon immer auch ein Mehrgenerationenhaus." Kinder, Jugendliche und Senioren aus dem Heim treten in mehreren Teams zu je fünf bis zehn Teilnehmern gegeneinander an. Dabei geht es um strategisches Denken, um Geschicklichkeit, körperlichen Einsatz und Konzentration.

Forscher prognostizieren, dass 2060 ein Drittel aller Menschen über 65 Jahre alt sein wird. "Jede Generation hat ihre Bedürfnisse und Anliegen. Damit trotz zukünftiger Veränderungen diese nicht vernachlässigt werden, muss das Miteinander konsequent geplant werden." Generationengerechtigkeit bedeute eine soziale, kulturelle, ökologische und wirtschaftliche Gestaltung der Umwelt und der Gesellschaft, die für jede - auch künftige - Generation annähernd gleiche Teilhabe- und Verwirklichungschancen sicherstelle. Da müsse der Generationenvertrag neu geschrieben werden. "Es geht auch um den generativen Beitrag der Familien oder die Förderung von Kindern und Jugendlichen als unsere Zukunft."

Im Landkreis nehmen an der Aktion teil: das Caritas-Alten- und Pflegeheim St. Marien in Erbendorf (13.15 bis 16.30 Uhr) sowie die beiden Alten-Pflegeheime St. Martin (10 bis 12 Uhr) und St. Maria (9 bis 11 Uhr) in Waldsassen.
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