Einander respektieren
Firma Schott unterstützt Computer-Workshop für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

Im Bild die neun Kursteilnehmer mit (von links) VHS-Leiterin Angelika Schraml, Carsten Heine (Schott AG) und Kursleiter Jürgen Braun sowie (von rechts) Iwona Schultes (Pädagogische Mitarbeiterin), Astrid Bösl (Jugendamt) und Sabine Bauer (Kommunale Jugendarbeit). Bild: jr
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Kreis Tirschenreuth
11.02.2016
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Sie sind jung, engagiert und voller Tatendrang. Und sie hoffen auf eine Chance hier in Deutschland. Dabei helfen den jugendlichen Flüchtlingen Volkshochschule und Kreisjugendamt. Und die Firma Schott.

Tirschenreuth. Die Faschingsferien nutzten neun motivierte Flüchtlinge, um in einem EDV-Workshop erste Erfahrungen im Umgang mit dem PC zu bekommen. Möglich war dieser Kurs nur, weil das Mitterteicher Unternehmen Schott die Finanzierung des Projekts übernommen hat. Personalleiter Carsten Heine nannte als Grund für die Unterstützung die vorgegebene Unternehmenskultur: "Einander respektieren - Verantwortung übernehmen".

Kursleiter Jürgen Braun unterrichtete neun junge Männer im Alter zwischen 15 und 17 Jahren. Sie kommen aus Afghanistan, Somalia, Irak, Eritrea und Syrien, die sich freiwillig für diesen Kurs gemeldet hatten. Im EDV-Raum an der Volkshochschule am Landratsamt wurden die Grundlagen der Textverarbeitung mit den Schwerpunkten Word, Power Point und Outlook erarbeitet.

Volkshochschule und Kreisjugendamt versprechen sich durch den Kurs bessere Anschlusschancen für die Jugendlichen. Erleichtert werden soll vor allem eine gelungene Integration. Dabei geht es nicht nur um den Umgang mit einem Computer, auch das Erlernen der deutschen Sprache wird gefördert. Eine unbedingte Voraussetzung für den Einstieg ins Berufsleben. Auch das Kennenlernen der Kultur stand auf dem Programm. So organisierte die Kommunale Jugendarbeit einen Stadtrundgang mit der Kommunalen Jugendpflegerin Theresia Kunz durch die Kreisstadt. Besucht wurde dabei der Fischhof-Park. Dort entdeckten die Jugendlichen die Freizeitmöglichkeiten.

Weitere Stationen des Rundgangs waren das Rathaus und der Karpfen- und Tuchmacherbrunnen. Kennengelernt haben die Jugendlichen zudem die Geschichte des Klettnersturmes und der Stadtmauer. Aufbau und Strukturen des Landkreises standen ebenso auf der Agenda.

Im Museumsquartier zeigte Gästeführer Thomas Sporrer die Besonderheiten der Stadt und der Region. Fasziniert zeigten sich die Teilnehmer über die Fischerei-Ausstellung und die Fische im "Haus am See". Schott-Personalleiter Carsten Heine und VHS-Leiterin Angelika Schraml besuchten den Lehrgang und bekundeten den Jugendlichen ihren Respekt. Beide versicherten den noch Minderjährigen ihre Unterstützung.

Heine machte deutlich, dass Schott an einer sinnvollen Unterstützung der Flüchtlinge immer Interesse hat. Wichtig nannte er in diesem Zusammenhang Kenntnisse der deutschen Sprache. Angelika Schraml wusste zu schätzen, dass die Jugendlichen in ihrer Freizeit diesen Lehrgang besucht haben.
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