Inklusive Ferienbetreuung in Mitterteich
Kinder kennen keine Barrieren

Zum dritten Mal wird heuer eine Inklusive Ferienbetreuung für Kinder von vier bis zehn Jahren angeboten. Vorgestellt wurde das Programm in der Lebenshilfe Mitterteich von (von links) Erwin Bösl, Bürgermeister Roland Grillmeier, Elisabeth Schieder, Inge Pannrucker, Gisela Worf, Monika Thoma, Emil Slany und Berthold Kellner. Sitzend oben Sabine Bauer (links) und Christina Ponader. Bild: jr
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Kreis Tirschenreuth
16.06.2016
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Gut 70 unterrichtsfreie Tage im Jahr haben Schüler heute. Da brennt's oft, wenn beide Elternteile auch noch im Beruf stehen. Ein Netzwerk hilft. Und tut etwas für Inklusion in jungen Jahren.

Mitterteich. Die Offene Behindertenarbeit - Familienentlastender Dienst der Lebenshilfe Tirschenreuth bietet dazu vom 1. bis 19. August vielfältige Möglichkeiten im Förderzentrum. Teilnehmen können Kinder im Alter zwischen vier und zehn Jahren. Von Montag bis Freitag werden sie jeweils von 7.45 bis 15.45 Uhr betreut. Meldungen an Monika Thoma, Telefon 09633/40 03 25. Anmeldeschluss ist der 1. Juli. Im vergangenen Jahr nutzten 36 behinderte und nichtbehinderte Kinder das inklusive Angebot.

Initiiert hat diese Aktion bereits 2013 die Arbeitsgruppe "Familienfreundliches Umfeld" des Netzwerks "Bündnis für Familie". Sabine Bauer betonte bei der Vorstellung, dass immer mehr Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zum Thema machen. "Immer öfter sind beide Elternteile erwerbstätig, da wird es schwer, die über 70 unterrichtsfreien Tage der Kinder mit dem herkömmlichen Urlaub abzudecken."

Die Kosten pro Kind und Woche betragen 75 Euro. Eigentlich wären es 125 Euro, doch 50 Euro übernehmen 15 Kommunen des Stiftlandes. Für einkommensschwache Familien gibt es noch die Möglichkeit, dieses Betreuungsangebot sich durch das Kreisjugendamt bezuschussen zu lassen. In den Kosten enthalten ist auch die Verpflegung. Emil Slany vom Jugendamt nannte das Angebot eine hervorragende Sache und konnte sich sogar noch eine Erweiterung vorstellen.

Bürgermeister Roland Grillmeier freute sich, dass viel Bewegung in die Kinderbetreuung gekommen sei und diese tolle Idee so gut angenommen werde. Gerne unterstütze deshalb die Stadt dieses Angebot. Lebenshilfe-Geschäftsführer Berthold Kellner hob hervor, dass Nichtbehinderte und Behinderte schon im Kindesalter eng zusammenwachsen. "Da kommt eine ganz andere Generation. Die kennt keine Barrieren mehr".
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