Landkreis führt auslaufendes Bundesforschungsprojekt mit neuen Inhalten im Regionalmanagement ...
Kümmerer für Energie und Klima

Tirschenreuth.
() Das Vorhaben hat hehre Ziele: "Wachstum, Widerstand, Wohlstand als Dimension regionaler Energieflächenpolitik" ist ein Bundesforschungsprojekt überschrieben, das sich bereits seit Juli 2013 im Landkreis mit der "Umwelt- und gesellschaftsverträglichen Transformation des Energiesystems" beschäftigt und zu 100 Prozent vom Bund gefördert wird. Koordinatorin ist Dr. Susanne Stangl.

Ende März 2016 läuft das Projekt aus. Um die Arbeit weiter zu führen und auch einen "Kümmerer" und kompetenten Ansprechpartner für die Themen Energie und Klimaschutz vorzuhalten, suchte der Landkreis über das Regionalmanagement eine Fortsetzung und hatte beim Heimatministerium Erfolg. Das würde bis 15. September 2018 die Personal- und Reisekosten mit 80 Prozent fördern, rund 12 000 Euro im Jahr, müsste der Landkreis übernehmen.

Zu wenig


Das befürwortete der Kreisausschuss auch jüngst, wenngleich nicht einstimmig. Der Waldsassener Bürgermeister Bernd Sommer sah den gesamten Themenbereich über andere Einrichtungen abgedeckt und zu viele Überschneidungen. Und Ely Eibisch, Freie Wähler, war die bisherige Projektarbeit schlicht zu wenig.

Dr. Stangl sprach von einem zunächst notwendigen Aufbau eines Netzwerkes mit den bereits im Landkreis vorhandenen Akteuren, von der Einbindung des Klimaschutzkonzeptes, von wichtigen Anknüpfungspunkten und vor allem der regionalen Wertschöpfung unter Beteiligung der Bürger.

Da es bisher eben kein koordiniertes Vorgehen gegeben habe, sei die Gefahr des "Wildwuchses" groß. "Wünschenswert wäre ein regionales Management, das auf eine optimierte Flächennutzung bei Erneuerbaren Energien hinwirkt und nicht nur betriebswirtschaftlich sinnvolle, sondern auch umwelt- und sozialverträgliche Lösungen beinhaltet."

Aktuell läuft laut der Sprecherin der Ausbau regionaler Netzwerke etwa mit der Energie-Agentur, dem energietechnologischen Zentrum (ETZ) Nordoberpfalz, dem Zentrum für rationelle Energieanwendung und Umwelt (ZREU) der Kewog und der OTH Amberg-Weiden.

Nachhaltigkeit


Dr. Stangl schwebte auch die Ansiedlung eines Kompetenzzentrums vor, eventuell als Außenstelle einer wissenschaftlichen Einrichtung. Zukunftsweisende Nachhaltigkeitsthemen und Machbarkeitsstudien standen weiter auf der Agenda. Damit erwartete sich die Sprecherin "Antworten auf die spezifischen Anforderungen ländlicher, strukturschwacher Regionen".
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