Maßhalten die beste Medizin
Ernährungsberaterin gibt Tipps gegen den Kater nach der Faschingsgaudi

Anneluise Haberkorn. Bild: hfz
Vermischtes
Kreis Tirschenreuth
05.02.2016
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Tirschenreuth. Faschingstrubel macht Spaß, der Kater am nächsten Tag allerdings weniger. "Dabei muss der Katzenjammer gar nicht so groß sein", verrät Anneluise Haberkorn, Ernährungsfachkraft bei der AOK in Tirschenreuth, einige Tipps.

Dieses Wochenende kommt der Fasching in die heiße Phase. Was raten Sie denn unseren Lesern?

Haberkorn: "Maßhalten. Alkohol wirkt auf nüchternen Magen besonders stark und schnell. Vor dem Feiern sollte daher eine gute Grundlage mit Fettem und Salzigem geschaffen werden. Dafür kommen Gerichte wie Sauerkraut mit Würstchen, Käsewürfel oder ausnahmsweise fettreiche Fischsorten wie Hering oder Makrele in Frage."

Wie wirkt der Alkohol auf den Organismus?

Haberkorn: "Alkohol entzieht dem Körper Wasser. Dem sollte man schon vorher mit reichlich Mineralwasser vorbeugen. Und auch während des Feierns gilt: Pro Glas Alkohol sollte es mindestens ein größeres Glas Wasser sein. Zwischendurch vor allem Salziges wie salzige Nüsse oder belegte Brote zu essen, trägt ebenfalls dazu bei, dass der Kater am nächsten Morgen nicht ganz so schlimm ausfällt. Und dann gilt noch die alte Regel: Nicht durcheinander trinken. Auch sollte man nicht Alkohol mit zuckerhaltigen Getränken wie Cola mischen. Das fördert ebenfalls Kopfschmerzen. Der zusätzliche Zucker befördert den Alkohol noch schneller ins Blut."

Und wenn es doch passiert ist? Wie schaut ein Katerfrühstück aus?

Haberkorn: "Der Morgen danach startet am besten mit viel Flüssigkeit wie Mineralwasser, Fruchtsaftschorlen, frisch gepressten Saft oder Tee. Jetzt geht es darum, dem Körper die Mineralien und die Flüssigkeit wieder zuzuführen, die der Alkohol ihm entzogen hat. Anders als viele glauben, ist schwarzer Kaffee kein gutes Getränk, um den Kater zu vertreiben. Er schlägt eher auf den Magen und verstärkt die Übelkeit. Ein salziges Frühstück mit Rührei, Schinken und Brot - soweit man dazu schon in der Lage ist - kann den Mineralhaushalt ebenfalls wieder auffüllen. Was aber am besten gegen Übelkeit, Kopfschmerzen und Schwindel hilft: viel frische Luft."
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