Nicht streitsüchtig, aber furchtlos
Verband Wohneigentum setzt sich vehement für Haus- und Grundbesitzer ein

Für sein umfangreiches Engagement um die alljährlichen Ausflüge und Busreisen des Kreisverbandes Wohneigentum Tirschenreuth wurde 2. Kreisvorsitzenden Gerhard Strobl (Mitte) eine besondere Anerkennung zuteil. Kreisvorsitzender Otmar Zeitler (rechts) würdigte zusammen mit 3. Kreisvorsitzenden Friedrich Bergmann (links) die stets perfekte Planung und Durchführung. Bild: bsc

Als Anwalt der Haus- und Grundbesitzer versteht sich der Verband Wohneigentum. Vehement setzt sich da auch der Kreisverband für seine Mitglieder ein. Und kritisiert schon mal, was da so auf Bezirks- und Landesebene abläuft

Friedenfels. Familiär und zünftig gestaltete sich das Neujahrs-Treffen des Kreisverbandes Wohneigentum in der Gaststätte Zainhammer. Kreisvorsitzender Otmar Zeitler freute sich blickte auf das abgelaufene Jahr zurück. "Der Verband Wohneigentum ist und bleibt die zuverlässige Vertretung der Haus- und Grundbesitzer in allen Belangen", sagte Zeitler, wenngleich ihn manche Dinge im Bezirks- und Landesverband schwer missfallen hatten.

Positiv bewertete der Kreisvorsitzende die zahlreichen Aktivitäten, viele Mitglieder und Interessierte anlockten. Radsternfahrt, die gemeinsamen Ausflüge und Busreisen nach Kelheim und zum Weihnachtsmarkt nach Abensberg, lagen hoch im Kurs.

Auch die Unterstützung und Rechtsberatung der Mitglieder durch die Kanzlei Duchek in Tirschenreuth habe hervorragend funktioniert. Als alles beherrschendes Thema bei den Siedlern stellte Otmar Zeitler im letzten Jahr die Straßenausbaubeitrags-Satzung heraus, bescheinigte hier jedoch dem Landesverband keine professionelle Umsetzung. "Sehr dilettantisch hat man sich angestellt und aus Kostengründen einen Bürgerentscheid gescheut", meinte Zeitler. Falsch eingeschätzt wurden zudem die 60 000 Unterschriften. "Mit dieser Zahl lässt sich die Politik nicht erpressen, man hätte viel früher den Schulterschluss mit den Politikern aller Parteien suchen müssen, anstatt jetzt zu lamentieren, weil die erhofften Erfolge ausbleiben", so der Kreisvorsitzende. Otmar Zeitler dankte dem Kreisverband Tirschenreuth. "932 Stimmen haben wir zu diesem Thema erreicht, hingegen sind in Amberg nur 666, in Neustadt/WN 655 und im Kreisverband Schwandorf nur 403 Unterschriften zustande gekommen."

Der spezielle Dank Zeitlers richtete sich beim Neujahrs-Treffen auch an die vielen Siedlergemeinschaften im Kreisverband für ihre vielfältigen Angebote. Dennoch müsse die Mitgliederwerbung im neuen Jahr verstärkt werden. "Die Zahlen sind nicht erfreulich, weil wir einfach die jüngere Generation nicht ansprechen und von uns überzeugen können", meinte der Kreisvorsitzende. Auch müssten die Kräfte mehr gebündelt werden, forderte Otmar Zeitler und verwies auf die mögliche Zusammenarbeit benachbarter Siedlergemeinschaften und der Kreis-Verbände.

Die Bezirksverbände sind nach Meinung von Otmar Zeitler überflüssig. "Die Strukturen müssen effektiver werden, wir können es uns nicht leisten, Arbeiten dreifach auszuführen. Unsere Arbeit muss allein dem Mitglied zugutekommen und nicht einem Wasserkopf in der Verwaltung."

Viel Beifall erhielt der Redner für seinen Schlussappell: "Lassen wir nicht nach als Anwalt und Vertreter unserer Haus- und Grundbesitzer, seien wir ein beharrlicher Vertreter unserer Mitglieder im Bereich um Haus und Garten, kein streitsüchtiger um jeden Preis, aber ein kompetenter, konsequenter und furchtloser Verteidiger unserer Rechte."

Viel Beifall galt am Ende des Neujahrstreffens dem 2. Kreisvorsitzenden Gerhard Strobl. In einer kleinen Laudatio würdigte Otmar Zeitler das umfangreiche Engagement seines Stellvertreters. Neben den alltäglichen Aufgaben im Kreisverband habe sich Strobl in den letzten Jahren besonders als hervorragender Organisator der zahlreichen Reisen und Ausflüge ausgezeichnet. Noch offen ist 2016 nach Aussage von Otmar Zeitler das Ziel der Radsternfahrt. Der Kreisvorsitzende bat um die Aufrechterhaltung und Fortsetzung dieser beliebten Veranstaltung. Bewerbungen zur Durchführung könnten ab sofort durch die Siedlergemeinschaften beim Kreisverband eingereicht werden.
Die Strukturen müssen effizienter werden. Wir können es uns nicht leisten, Arbeiten dreifach auszuführen.Otmar Zeitler
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