Selbstbewusstsein stärken
InitiAKTKIVKreis holt Millionen-Förderung in den Landkreis

Rund 1,5 Millionen Euro Fördergelder erwartet der InitiAKTIVKreis Tirschenreuth in der bis 2020 laufenden Förderperiode. Wolfgang Wenisch, Pia Stevens und Florian Preisinger stellten schon mal die ersten Vorhaben vor. Bild: bz

Der Name ist zwar etwas sperrig, aber Synonym für die Arbeit seiner Mitglieder: InitiAKTIVKreis nennt sich der Verein für Regionalmarketing. Und der hat wieder viel vor.

Tirschenreuth. Über die lokale Aktionsgruppe läuft alles, was aus dem vom Freistaat und der Europäischen Union eingerichteten Leader-Topf Geld haben will. Immerhin 16 Projekte waren es in der eben abgelaufenen Förderperiode. Bei einem Volumen von gut 4,3 Millionen Euro flossen so 1,6 Millionen in den Landkreis Tirschenreuth.

"Da stehen wir bayernweit gut da", erzählt Florian Preisinger vom Regionalmanagement. Und das Spektrum war breit gestreut und über den gesamten Landkreis verteilt. Schwerpunkte waren in den vergangenen Jahren die Glasschleife Pullenreuth, das Naturerlebnisbad Immenreuth, die Pavillons auf dem Gartenschaugelände in Tirschenreuth, die Laser-Biathlonanlage beim Skilanglaufzentrum Silberhütte oder auch das "Gelebte Museum" in Mähring. Die Ausbildung von Gästeführern wurde ebenso gefördert wie das Krippenparadies in Plößberg, die Kreuzwegstationen in Konnersreuth oder die Radwegekapelle in Mühlhof.

Und auch für die neue Förderperiode hat man einige Projekte "in der Pipeline". Davor musste sich der InitiAKTIVKreis aber mit seiner Entwicklungsstrategie gegenüber anderen lokalen Aktionsgruppen durchsetzen. Was im ersten Anlauf bereits mit Bravour gelang. Rund 1,5 Millionen Euro Fördermittel werden die Tirschenreuther abrufen können.

Bereits bewilligt sind dabei 57 000 Euro für Einrichtung und Equipment der Burg Falkenberg. Auch das Kunsthaus Waldsassen darf mit 60 000 Euro rechnen. 66 000 Euro sollen es für die Burgruine Liebenstein werden. Auch der etwas in die Jahre gekommene Internetauftritt des InitiAKTIVKreis soll aufgefrischt werden. Dazu kommen noch ein paar weitere Projekte, die aber noch nicht spruchreif sind, weil sie die kommunalen Entscheidungsträger erst absegnen müssen. In Vorbereitung ist bereits ein Kooperationsprojekt mit den Landkreisen Neustadt und Schwandorf. Da sollen an markanten Orten im Oberpfälzer Wald E-Bike-Ladestationen aufgestellt werden. "Die Bedarfsanalysen laufen schon", sagt Preisinger. Ganz wichtig ist ihm auch der mit 20 000 Euro ausgerüstete Kleinprojektefonds. "Da kann man auch kleinere Vereine mit 500 oder 1000 Euro fördern, die sonst leer ausgegangen wären, weil sie unterhalb der Bagatellgrenze liegen."

Wolfgang Wenisch, stellvertretender Vorsitzender des InitiAKTIVKreis, will die Arbeit nicht allein an den Fördermöglichkeiten festmachen. "Wir geben Anstöße, auch wenn die Förderung selbst dann über andere Einrichtungen läuft", verweist er beispielsweise auf die mittlerweile landkreisweit aufgestellten "Fischbänke" oder die "Via Porta" , diesen Pilgerweg vom Kloster Waldsassen nach Volkenroda.

Investive Ideen


Wichtig ist dem Leitenden Landwirtschaftsdirektor auch, ein Selbstbewusstsein in der Bevölkerung aufzubauen. "Die muss wissen, was wir hier alles zu bieten haben - und das auch weitergeben." Nicht ein oder zwei Großprojekte sind ihm deshalb wichtig, sondern auf Raum und Zeit verteilte Vorhaben. "Wir brauchen nachhaltige, also investive Ideen." Deshalb auch will Wenisch in den Waldnaabauen wieder "etwas nachschieben".
Wir geben Anstöße, auch wenn die Förderung selbst dann über andere Einrichtungen läuft.Wolfgang Wenisch
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