Stephanie Wenisch ab 1. April neue Sachgebietsleiterin am Landratsamt
Erst muss der Alltag laufen

Eng verknüpft mit der Person Stephanie Wenisch ist künftig der Tourismus im Landkreis. Ab heute leitet sie das Sachgebiet. Bild: Grüner
Vermischtes
Kreis Tirschenreuth
31.03.2016
523
0

Synergien nutzen und Brücken bauen - das ist auch im Fremdenverkehr angesagt. Stephanie Wenisch sieht da die Tourismusgemeinschaft "Oberpfälzer Wald" gut aufgestellt. Und will die Marke weiter ausbauen.

Mit 29 Jahren ist Stephanie Wenisch die jüngste Sachgebietsleiterin, die es jemals im Tirschenreuther Landratsamt gegeben hat. Ab 1. April zeichnet sie verantwortlich für Tourismus, Regionalmanagement und Gartenkultur.

Die gebürtige Mitterteicherin ging in ihrer Karriere einen äußerst geradlinigen Weg. Kindergarten und Grundschule in Mitterteich, Abitur am Stiftland-Gymnasium und Studium der Germanistik, Anglistik und Romanistik an der Universität Bamberg. Auch ein Doktor-Titel war angedacht. Aber dann kam alles ganz anders. 2010 absolvierte sie in Nordirland im Nationalmuseum im "Ulster American Folk Park" ein dreimonatiges Praktikum. "Hier bekam ich Einblick in alle Jobs, die ein Museum zu bieten hat, von der Verwaltung bis zum Guiding. Dort habe ich meine Liebe zum Museum entdeckt."

In Bärnau entstand zu der Zeit gerade der Geschichtspark. 2011 bekam sie die Gelegenheit, auch hier für drei Monate hineinzuschnuppern. Und da bemerkte sie, "dass mir die praktische Arbeit besser gefällt, als mich hinter Büchern zu vergraben". Dann war da die Halbtagsstelle als Koordinator zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Fischwirtschaftsgebietes Tirschenreuth ausgeschrieben. Wenisch bewarb sich - und erhielt die Zusage.

Im Landratsamt kamen dann noch weitere Aufgaben dazu, die Leader-Entwicklungsstrategien zum Beispiel und die Neugestaltung der Homepage. Vergangenes Jahr stand dann die Nachfolge von Peter Knott in der Tourismusabteilung an. "Ich bewarb mich für die reizvolle Aufgabe. Mir war, bis es offiziell wurde, nicht bewusst, dass ich gleich Sachgebietsleiterin werde."

Wenisch spricht von einer enormen Herausforderung mit viel Verantwortung. "Ich freue mich sehr darauf." Schon geraume Zeit habe sie immer wieder in der Abteilung mitgearbeitet, kennt deshalb auch viele Touristiker. Sie hat zwar viele Ideen, will sich aber erst einmal richtig einarbeiten. "Erst muss der Alltag laufen, bevor ich über Neues nachdenke." Der schier unglaubliche Kenntnisstand ihres Vorgängers sei nicht so ohne weiteres einzuholen.

Eine Vorstellungstour durch die Gemeinden will sie als erstes machen. Die Leute in den Tourist-Informationen kenne sie ohnehin fast alle, mit denen hatte sie schon oft zu tun, wenn es um Fische ging. Auch die Betreiber vieler Gaststätten seien ihr aus eben diesem Grund bestens bekannt. Defizite habe sie vor allem bei den Beherbergungs-Betrieben, "außer denen, die Urlaub auf Bauernhof anbieten."

Als absolut richtige Entscheidung wertet sie die Zusammenarbeit mit der Tourismusgemeinschaft Oberpfälzer Wald - "eine super Marke", die dem Auftritt nach außen Flügel verliehen habe. Hier gelte es künftig noch stärker zusammenzuhalten und Synergieeffekte zu nutzen. Auch die Kooperation Ferienregion Stiftland und Steinwaldallianz sei noch ausbaufähig als Brücke zur Tourismusgemeinschaft Oberpfälzer Wald. Eine Studie habe ergeben, dass die Rolle des Tagestourismus in der Region eine viel bedeutendere spiele, als bisher angenommen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.