VdK Kreisverband Tirschenreuth stark gefragt
Zukunft braucht Menschlichkeit

Langjährige Mitglieder zeichnete der VdK-Kreisverband aus. Im Bild (sitzend von links) Sabine Weber (Silber), Uwe-Karsten Mühlenbeck (Gold), Rosa Gruber (Silber). Stehend (von links) Harald Gresik, Bernhard Wagner (Silber), Herbert Märkl (Gold), Georg Brand und Erwin Manger. Bild: gma

Moderne Organisation, umfassender Service - der VdK ist gefragt. Fast 5500 Mitglieder zählt der Verband auf Kreisebene. Das kommt nicht von Ungefähr.

Waldsassen. Beratung, Betreuung und Vertretung der Mitglieder im Sozialrecht hat sich der VdK auf die Fahnen geschrieben. Sie nannte der kommissarische Kreisvorsitzende Georg Brand bei der Kreistagung im Jugendheim als wichtigste Aufgabe. Kreisgeschäftsführer Harald Gresik stellte in seinem Geschäftsbericht den VdK als Sozialverband in den Mittelpunkt, der die berechtigten sozialpolitischen Interessen seiner Mitglieder vertrete.

Der VdK habe sich über die Jahrzehnte den sich ständig wandelnden Veränderungen und Erfordernissen angepasst und werde in diesen Bestrebungen auch nicht nachlassen. Seit Januar 2015 gibt es beim Landesverband zwei neue Serviceangebote: Beratungstelefone zu den Themen "Pflege und Wohnen" sowie "Leben mit Behinderung".

Als wichtigsten Aspekte für die jetzige und künftige Arbeit des VdK nannte er die sozialrechtliche Beratung und Lobbyarbeit im Interesse der Mitglieder. Genau 544 779 Euro an Nachzahlungen hat der Kreisverband für seine Mitglieder im Berichtszeitraum erwirkt, wobei es in 2718 Fällen sozialrechtliche Beratungen gab. Darüber hinaus wurden 692 Anträge, 242 Widersprüche, 105 Klagen und vier Berufungen gestellt. Die Sammlung "Helft Wunden heilen" erbrachte das bemerkenswerte gute Ergebnis von 17 896 Euro. Die Zahl der Mitglieder erhöhte sich auf 5484, was 7,4 Prozent der Landkreisbevölkerung entspricht.

Nach Gresiks Worten bietet der VdK auch Dienstleistungen, die der besseren Mitgliederbindung dienen. Dank sagte er dem Ehren-Kreisvorsitzenden Alfons Wegmann für die Zusammenarbeit und unbürokratische Arbeitsweise. Im August 2015 musste er aus gesundheitlichen Gründen das Ehrenamt niederlegen. Bezirksrat Toni Dutz sowie Bürgermeister Bernd Sommer würdigten schließlich den Einsatz des VdK im sozialen Bereich. Die Mitglieder fänden hier einen starken Verbündeten bei Rente, Behinderung und Pflege unter dem Motto "Zukunft braucht Menschlichkeit".

Die Ehrenurkunde mit Ehrennadel in " Gold" des VdK erhielten Christa Kuchenreuther (Waldershof), Herbert Märkl (Immenreuth) und Uwe-Karsten Mühlenbeck (Mähring). Mit "Silber" wurden geehrt: Rosa Gruber (Erbendorf), Gisela Hecht (Plößberg), Bernhard Wagner (Krummennaab) und Sabine Weber (Kemnath). Erwin Manger, Landesverbandsausschussvorsitzender, ging auf die diesjährige Kampagne zur Barrierefreiheit ein. "Jeder kann vor Ort schauen, wo es Barrieren gibt und wie sie abgebaut werden können."

Der Referent berichtete auch, dass sich der Verband bereits 2013 von der Ergo-Versicherung getrennt hat. Trotzdem seien immer noch Versicherungsvertreter unterwegs, die vorgeben, im Namen des VdK zu agieren.

Auch der Verband kommt nach den Worten von Manger nicht an dem "Mega-Thema" Flüchtlinge vorbei. Dabei erinnerte er an die Gründungszeit des VdK. "Daran waren viele Menschen beteiligt, die ihre Heimat zwangsweise verlassen mussten." Und da gebe es noch das Motto des VdK: "Zukunft braucht Menschlichkeit".

Mit der Macht seiner vielen Mitglieder könne der Verband sehr viele Forderungen durchsetzen. Ein besonderer Erfolg sei die Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffes. Die "Minuszählerei" spiele keine Rolle mehr. Wichtig sei noch die Überleitung in die Pflegegrade bei bereits Pflegebedürftigen. Das neue Leistungsrecht tritt nach den Worten des Landesverbandsausschussvoritzenden zum 1. Januar 2017 in Kraft. Erwin Manger würdigte die engagierte Arbeit des Kreisverbandes Tirschenreuth. "Ohne diese Unterstützung wäre der VdK nicht der schlagkräftige und überzeugende Verband, der er heute ist."
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