Verkehrserziehung ist eine der Hauptaufgaben der Kreisverkehrswacht
Kinder und Fahranfänger im Blick

Jahrzehntelang bewährte Kraftfahrer zeichnete die Kreisverkehrswacht am Freitagabend bei ihrer Mitgliederversammlung am "Finkenstich" aus. Unser Bild zeigt (von links) stellvertretenden Landrat Dr. Alfred Scheidler, Bürgermeister Johann Burger (Leonberg), Günther Schraml, Hans-Joachim Wege, 3. Bürgermeister Norbert Schuller (Tirschenreuth), Wilhelm Pauli, Alois Kraus, Jutta Wege, Emil-Walter Scherer, Lisbeth Lindner, Josef König, Engelbert Franz, Alfons Lippert, Josef Dostler, Hans Pohl und Vorsitzenden Wa

Tirschenreuth. Kinder kennen die Gefahren im Straßenverkehr noch nicht. Sie damit vertraut zu machen, hat sich die Kreisverkehrswacht auf die Fahnen geschrieben. "Die Förderung der Verkehrssicherheit und die Minderung von schweren Verkehrsunfällen sind mit unsere Hauptaufgaben", betonte Vorsitzender Walter Landgraf bei der Jahresmitgliederversammlung in der Gaststätte "Zum Finkenstich".

Malheft zur Belohnung


Schwerpunkt sei die Verkehrserziehung der schwächsten Verkehrsteilnehmer, nämlich der kleinen Kinder. Deshalb werde in allen Kindergärten das sichere Überqueren der Fahrbahn und das richtige Verhalten auf dem Schulweg geübt. 440 Schulanfänger waren mit Begeisterung bei der Sache und erhielten zur Belohnung ein Verkehrsmalheft. "Das Wichtigste für die Kleinen ist aber nach wie vor die Verkehrserziehung durch die Eltern", betonte Landgraf. Bei den Elternabenden in den Grundschulen sei den Erwachsenen erläutert worden, worauf sie beim Üben mit ihren Kindern besonders achten sollten.

Bei der Aktion "Hallo Busfahrer" habe man mit den Schulanfängern das richtige Verhalten an der Bushaltestelle und das sichere Ein- und Aussteigen geübt. Aber auch die besonders gefährdeten "Jungen Fahranfänger" hat die Verkehrswacht in ihrem Blickwinkel. Deshalb wurde im Juni ein Fahrsicherheitstraining durchgeführt. Zudem wurden in den weiterführenden Schulen Vorträge zum Thema "Alkohol und Drogen im Straßenverkehr" gehalten.

An der Radfahrausbildung der Jugendverkehrsschule haben 617 Schulkinder teilgenommen. Weiter verstärkt hat sich der Trend, dass die Kinder immer weniger gut Radfahren können. Zur Sicherheit auf dem Schulweg leisteten die Schüler- und Schulbuslotsen einen wichtigen Beitrag. An den Mittelschulen wurden deshalb 54 neue Lotsen ausgebildet. Die Kosten für diese Ausbildung und auch das Lehrmaterial für die Jugendverkehrsschule wurden von der Kreisverkehrswacht übernommen.

Das Unfallgeschehen im Jahr 2015 auf den Straßen des Landkreises erläuterte Polizeioberkommissar Gerhard Spörrer. Die Gesamtzahl sei zwar um 7 Prozent auf 2044 angestiegen, aber dies lag allein an der deutlichen Steigerung der sogenannten Kleinunfälle auf 1413. Darunter waren sage und schreibe 864 Wildunfälle. Die Unfälle mit Verletzten blieben mit 241 fast unverändert.

Leider kamen im vergangenen Jahr sechs Verkehrsteilnehmer ums Leben - zwei weniger als im Jahr zuvor. Hauptunfallursache war die Verletzung der Vorfahrt. Deutlich zurückgegangen sind Geschwindigkeitsunfälle und vor allem Unfälle mit der Ursache Alkohol.

Vorbildliches Verhalten


Der stellvertretende Landrat Dr. Alfred Scheidler nahm dann die Ehrung der bewährten Kraftfahrer vor. Die Auszeichnung in Gold für 30 Jahre vorbildliches Verhalten erhielt Alois Kraus. Für 40 Jahre erfolgte die Auszeichnung in Gold mit Eichenkranz für Jutta Wege und Josef Dostler. Die Auszeichnung mit einem goldenen Lorbeerblatt für 50 Jahre erhielten: Lisbeth Lindner, Hans Pohl, Karl Dirscherl, Josef König, Engelbert Franz, Emil-Walter Scherer, Wilhelm Pauli, Hans-Joachim Wege, Günther Schraml und Alfons Lippert.

Den Höhepunkt der Jahresversammlung bildete ein sehr interessantes Referat von Professor Dr. Rudolf Ascherl vom Krankenhaus Tirschenreuth über Knieendoprothese.
Das Wichtigste für die Kleinen ist aber nach wie vor die Verkehrserziehung durch die Eltern.Walter Landgraf
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