Waldsassener Schülerzeitung erhält Sonderpreis der Europäischen Kommission
Offen für die Welt

Die stolzen Schüler-Zeitungsredakteure vor dem Bundesrat in Berlin: hintere Reihe (von links) Philipp Kropf, Alexander Bauer, Sebastian Riedel; mittlere Reihe André Hofmann, Studienrätin Tanja Bösl; vordere Reihe Elias Reiter, Fabian Ernstberger, Studienrätin Corinna Karger-Hostalka und Bastian Schmaus. Bild: hfz
Vermischtes
Kreis Tirschenreuth
07.06.2016
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Die Flüchtlingskrise ist derzeit die größte Herausforderung, vor der Europa steht. Es ist das große Thema, das die Menschen bewegt. Auch die Schüler der Realschule im Stiftland. In der Schülerzeitung "Riss" geben sie auf viele Fragen Antworten. Und die sind sogar preiswürdig.

Waldsassen. "Offen für die Welt" zeigen die die Redakteure und definieren Toleranz, Diskriminierung und Integration. Sie beschreiben die Menschen auf der Flucht, ihre Gründe dafür, ihre Aufnahme in ihrer Region und ihr Treffen mit Flüchtlingen. Beiträge zu Kindersoldaten, zum Leben in der Grenzregion mit den tschechischen Nachbarn, aber auch zu Klimaschutz und fairem Handel runden das Titelthema ab.

Am Montag wurden die Stiftländer bei einer Feierstunde im Bundesrat in Berlin zusammen mit den besten Schülerzeitungen Deutschlands ausgezeichnet. Dafür mussten die "Riss"-Redakteure allerdings früh aufstehen. Bereits um 5.45 Uhr startete der Bus an der Schule. Die Stimmung war dennoch ausgelassen, schließlich ist der Sonderpreis der Europäischen Kommission in Deutschland eine große Ehre für die Realschule und immerhin mit 500 Euro Preisgeld dotiert.

In Berlin blieb den Redakteuren und ihren Betreuungslehrern Corinna Karger-Hostalka und Tanja Bösl sogar noch etwas Zeit für Sightseeing am Holocaust-Denkmal, dem Brandenburger Tor und dem Potsdamer Platz, bevor es dann zum Check-In in den Bundesrat ging.

Die Preisverleihung selbst fand im Plenarsaal statt und umfasste ein buntes Programm. Erster Höhepunkt bildete die Moderation durch das "Wissen-macht-Ah"-Gesicht Ralph Caspers, der kurzweilig und jugendnah durch die Veranstaltung führte. Jazz- und Rockmusik der Berliner Band "Raphy & Adry" sowie Darbietungen der Breakdance-Gruppe "Rocking Skillz" sorgten für Stimmung.

Aber auch inhaltlich hatte der Nachmittag einiges zu bieten. Stanislaw Tillich, Bundesratspräsident und Schirmherr des Schülerzeitungswettbewerbs der Länder, betonte in einem Interview, wie wichtig Schülerzeitungen seien, "um junge Menschen auf den Umgang mit und die Suche nach Informationen vorzubereiten". In unserer Gesellschaft werde es immer wichtiger, Informationen für die eigene Meinungsbildung zu gewichten und zu verarbeiten.

Zusätzlich wurde für die Preisträger jeweils eine Laudatio gehalten, in der die einzelnen Schülerzeitungen kurz vorgestellt und gewürdigt wurden. Helene Banner, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit in der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, hob hervor, dass die aktuelle Ausgabe von " Riss" europäische Fragen und Begriffe "vielfältig, sachlich und verständlich" beantwortet und erklärt.

Mit der großen Bandbreite an Beiträgen gebe die Zeitung ihren Lesern die Möglichkeit, auch die eigene Haltung bezüglich europäischer Werte wie Toleranz und Offenheit zu hinterfragen.
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