Wieder mehr Arbeitslose im Agenturbezirk Tirschenreuth
Qualifizierung lohnt sich

Tirschenreuth. Weniger Arbeitslose und viele offene Stellen sind die positive Bilanz der Arbeitsagentur Tirschenreuth. Die Quote ist in den letzten vier Wochen erneut deutlich gesunken und lag im April bei 4,1 Prozent. Vor allem Männer profitierten von dieser Entwicklung. Insgesamt waren 1684 Personen im Landkreis Tirschenreuth arbeitslos. Mit 437 gemeldeten freien Stellen bewegte sich die Personalsuche der Unternehmen weiterhin auf einem hohen Niveau.

"Unser Arbeitsmarkt zeigt sich robust und dynamisch. In den Außenberufen, aber auch in vielen saisonunabhängigen Branchen wurden im April viele Arbeitssuchende eingestellt", berichtet Gerlinde Sollacher-Kraus, Leiterin der Agentur für Arbeit Tirschenreuth. "Neu oder erneut arbeitslos meldeten sich ca. 400 Männer und Frauen. Für die Jahreszeit üblich konnten deutlich mehr Menschen (755) ihre Arbeitslosigkeit beenden. Trotz dieser Dynamik auf dem Arbeitsmarkt ist der Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften nicht gedeckt." Von der guten Arbeitsmarktlage profitierten fast alle arbeitslosen Personengruppen: 173 Menschen mit Behinderungen waren im April arbeitslos gemeldet, ein Rückgang von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Leicht gesunken ist auch die Zahl der Menschen, die bereits länger als ein Jahr arbeitslos sind (585). Bei den über 50-Jährigen waren 629 Männer und Frauen von Arbeitslosigkeit betroffen. "Mit unseren Programmen gelingt es immer besser, ältere Arbeitnehmer und Schwerbehinderte in den Arbeitsmarkt zu integrieren", berichtet Sollacher-Kraus.

Die Zahl der arbeitslosen Frauen sank auf 710 Personen. "In den letzten Monaten wurden zunehmend Teilzeitausbildungen, Informationsangebote zum Wiedereinstieg sowie Qualifizierungsmaßnahmen nachgefragt. Um den wachsenden Fachkräftebedarf zu decken, beraten wir auch unsere Firmen über sämtliche Potenziale an Arbeitskräften." Leicht gestiegen ist die Zahl der jugendlichen Arbeitslosen unter 25 Jahre (209 Personen). Zusätzlich waren im April rund 250 Menschen ausländischer Herkunft arbeitslos gemeldet, doppelt so viele wie im Vorjahr.

"Deutlicher als bisher machen sich Arbeitslose und Arbeitssuchende mit einem ausländischen Pass am regionalen Arbeitsmarkt bemerkbar", informiert Sollacher-Kraus. "Individuelle Förderprogramme gibt es für anerkannte Flüchtlinge, aber auch für Personen, die bereits länger in der Region wohnen und arbeitslos sind. Sie haben oftmals keinen Berufsabschluss, konnten ihren erlernten Beruf längere Zeit nicht ausüben und haben einen entsprechenden Qualifizierungsbedarf. Mit unseren Angeboten können sie am Arbeitsmarkt punkten. Die Erfahrung zeigt, frühzeitige Qualifizierung lohnt sich."
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