Zeitzeuge beim Stadtgespräch
Professor Dr. Alexander Fried spricht über seinen bemerkenswerten Lebensweg

Professor Dr. Alexander Fried ist diesmal Gast beim Stadtgespräch in Mitterteich. Bild: Grüner
Vermischtes
Kreis Tirschenreuth
13.02.2016
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Tirschenreuth. Die Reihe der Stadtgespräche setzt der Kreisjugendring Tirschenreuth am Mittwoch, 24. Februar, um 19 Uhr im Mehrgenerationenhaus Mitterteich fort. Diesmal steht der renommierte Zeitzeuge Professor Dr. Alexander Fried, der den Holocaust überlebt hat, im Mittelpunkt.

Professor Dr. Fried verbrachte an die drei Jahre in verschiedenen Konzentrationslagern, in denen er verschleppt wurde, weil er Jude ist. Er überlebte den Todesmarsch von Crivitz nach Schwerin und wurde von der US-Army befreit. Seine Eltern und Freunde wurden von den Nazis ermordet. Nach der Befreiung studierte er an verschiedenen Universitäten in Europa und arbeitete weltweit als Professor der Europäischen Geschichte. Prof. Dr. Fried blickt mit seinen 90 Jahren auf ein bewegtes Leben zurück. Er spricht zehn verschiedene Sprachen.

In dem Stadtgespräch wird er die Besucher an seinem Leben teilhaben lassen und auf die Qualen und Leiden eingehen, die er als Jude in der Zeit des Nationalsozialismus erlitten hat. Es soll zudem versucht werden, zu klären, ob Deutschland aus der Geschichte gelernt hat und inwieweit sich diese Schreckenszeit wiederholen kann. Welche Rolle spielt dabei die heutige Jugend und welche Verantwortung lastet noch auf den Schultern der Generationen danach?

"Als wir die Gelegenheit hatten Professor Dr. Fried für ein Gespräch zu gewinnen", so Jürgen Preisinger, Vorsitzender des Kreisjugendrings, "haben wir nicht lange überlegen müssen. Er ist einer der letzten noch lebenden Menschen, die in Konzentrationslagern inhaftiert waren. Was er zu erzählen hat, wird uns bewegen und wird für die jungen Menschen ein wichtiges Kriterium für zukünftige Entscheidungen sein."

Der Kreisjugendring ist Mitglied im Netzwerk "TIR-Aktiv gegen Rechts!". Das Stadtgespräch wird auch von "Demokratie leben!" gefördert.

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Weitere Informationen:

www.kjr-tir.de
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