Winter schlägt Arbeitsmarkt ein Schnippchen
Im Januar rund 450 Arbeitslose mehr im Bereich der Agentur Tirschenreuth, aber auch mehr freie Stellen

Wirtschaft
Kreis Tirschenreuth
03.02.2016
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Tirschenreuth. Der Wintereinbruch ließ die Arbeitslosenzahl im Agenturbezirk Tirschenreuth in den letzten vier Wochen um rund 450 Personen auf 2074 ansteigen. So lag die Quote zwar bei 5,1 Prozent, die Zahlen sind jedoch deutlich besser als noch vor einem Jahr mit 2208 arbeitslosen Männern und Frauen.

Die Leiterin der Geschäftsstelle, Gerlinde Sollacher-Kraus, macht saisonbedingte Entlassungen für den Anstieg verantwortlich. Betroffen waren vor allem Männer, die in der hiesigen Baubranche, im Garten- und Landschaftsbau oder bei Fuhrunternehmen tätig waren. Dennoch gibt es positive Signal. Zahlreiche Unternehmen melden gut gefüllte Auftragsbücher und haben einen entsprechenden Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern."

Im Januar meldeten sich 765 Personen neu oder erneut arbeitslos, rund 40 weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig konnten 310 Männer und Frauen ihre Arbeitslosigkeit beenden. Mit Blick auf die aktuellen Zahlen waren 39 Prozent aller Arbeitslosen in der Region älter als 50 Jahre (808 Personen). Weitere rund 600 Männer und Frauen waren länger als ein Jahr arbeitslos. Leicht erhöht hat sich die Zahl der arbeitslosen Menschen mit Behinderungen. Im Berichtsmonat waren 205 Schwerbehinderte bei der Arbeitsagentur gemeldet. Gestiegen ist auch die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahre auf insgesamt 222 Personen. Ähnlich der Trend bei den ausländischen Arbeitslosen: Im Agenturbezirk Tirschenreuth waren 178 Menschen ausländischer Herkunft arbeitslos gemeldet, ein Anstieg um 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Den hohen Einstellungsbedarf der Personalverantwortlichen spiegelt die Zahl der gemeldeten Stellen deutlich wider. Dem Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur lagen insgesamt rund 400 Angebote vor, davon 378 sozialversicherungspflichtig - 40 Prozent mehr als im Vorjahr. Bedarf besteht vor allem im Produktions- und Fertigungsbereich (144 Angebote), im Sozial- und Gesundheitswesen (90) oder in der Verkehrs- und Logistikbranche sowie bei Sicherheitsdiensten (50). Jede vierte Stelle war in der Zeitarbeitsbranche angesiedelt.
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