"Sing Out" mit neuem Programm
Von wegen außer Atem

Wir sind faul und gefräßig.
Kultur
Krummennaab
07.03.2016
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Bei der Generalprobe in der Krummennaaber Turnhalle werden nicht nur die Stimmbänder beansprucht. Gregor Schraml (links), "Drill-Sergeant" Markus Schuller (Zweiter von rechts) und Uli Roth (rechts) zwingen Rudi Kreuzer in den Liegestütz. Bild: pzaf

Am Anfang war das Volkslied: 1993 entschlossen sich neun sangesfreudige Männer, zusammen Musik zu machen. Was bis jetzt, 23 Jahre später, aus "Sing Out" entstanden ist, ist mit den Anfängen nicht mehr zu vergleichen.

Zwei Stunden Power-Workout erwartet die Zuhörer beim neuen Programm "Atemnot - Singing Workout" der A-Capella-Gruppe "Sing Out". Ganz anders als bei den vorigen Programmen, teilt Regisseur und "Drill-Sergeant" Markus Schuller jedem seiner Sangesbrüder eine Sportart zu, die der Betroffene dann ausführen muss.

Hintergrund ist, dass nach über zwei Jahrzehnten "Sing Out" die Männer durchaus etwas in die Jahre gekommen sind. "Wir haben zu wenig Luft zum Singen. Wir sind faul und gefräßig", stellt Uli Roth - eigentlich Gymnasiallehrer und Bürgermeister - fest, der bei den sechs Männern für den "Groove", sprich den Bass, zuständig ist. Das bedeutet harte Zeiten für " Sing Out". Deshalb ist in deren neuem Konzertprogramm auch wenig Comedy zu finden, im Gegensatz zu den vorangegangenen Programmen. Ein paar Sketche und sportliche Einlagen sind aber trotzdem zwischen den musikalischen Beiträgen zu finden.

Der Probenalltag für das Programm "Atemnot" war für die Sänger ebenfalls nicht immer leicht. Seit zweieinhalb Jahren arbeitete "Sing out" darauf hin. "Meistens proben wir alle zwei bis drei Wochen. Aber jetzt kurz vor den Auftritten schon öfter. Wir müssen uns ja auch besprechen", erzählt Roth.

Um den entsprechenden Auftritt im Internet auf der Homepage oder auf der Facebook-Seite kümmert sich Johannes Grünbauer. Für die bei den Konzerten benötigte Technik ist Armin Steinhauser zuständig. Nicht zu vergessen ist Holger Schmidt von TTS-Tontechnik in Kulmain. Seit 2001 begleitet er die A-Capella-Gruppe als Tontechniker und sorgt klanglich für den letzten Schliff.

"Virales Marketing"


Mit Josef Härtl aus Krummennaab am Klavier und acht Männern als sogenanntes Doppelquartett startete 1993 "Sing Out". Vom Volkslied bis hin zu Gospels gestaltete die Gruppe hauptsächlich Hochzeiten oder Kirchen. Erst im Laufe der Jahre spezialisierten sich die Männer auf Pop-A-Capella. Für die Arrangements ist Rudi Kreuzer zuständig, der als einziger der sechsköpfigen Männertruppe eine musikalische Ausbildung hat und als Musiklehrer an der Musikschule in Ebermannstadt arbeitet. "Sing Out" haben sich auf Coverversionen von Popsongs spezialisiert. Allerdings werden so manche umgeschrieben und von Gregor Schraml mit einem oberpfälzischen Text versehen.

Für "virales Marketing", wie Johannes Grünbauer es bezeichnet, haben die Sänger schon im Voraus gesorgt. Auf der Homepage erzählen die sechs Männer anhand von Videos die Vorgeschichte zum Programm "Atemnot". Neben einem offiziellen Trailer sind das Interview, die Grünbauer mit jedem seiner Mitsänger geführt hat.

Das Debut-Konzert in der Erbendorfer Stadthalle am 12. März und das nachfolgende im Josefsheim in Mitterteich am 9. April sind bereits ausverkauft. Karten gibt es noch für Ebermannstadt am 30. April und Weiden am 14. Mai. Aber auch im Herbst diesen Jahres will "Sing Out" nochmal touren. "Wir wollen 100 Mal auftreten", scherzt Markus Schuller. Zum 120-jährigen Jubiläum der Feuerwehr Krummennaab gestaltet die A-Capella-Gruppe am 24. Juli ebenfalls den Abend.

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Weitere Informationen:

www.singout.de
Wir sind faul und gefräßig.Uli Roth
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