Abriss auf der Positivliste

Als eine der kleinsten Kommunen hat Krummennaab ein vergleichsweise riesiges Volumen an Städtebaufördermitteln erhalten.
Lokales
Krummennaab
03.12.2014
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Ein bedeutendes Projekt für Krummennaab ist der Wiederaufbau des Ortskerns. Das Thema stand folglich auch sehr weit oben auf der Tagesordnung der Bürgerversammlung. Architekt Dr. Emil Lehner gab eine Vorausschau und hatte auch eine erfreuliche Nachricht parat.

Im Hinblick auf den während der Versammlung vorgeführten Zeitrafferfilm über den Abriss der Seltmann-Gebäude sagte Architekt und Stadtplaner Dr. Emil Lehner schmunzelnd, dass auch er gerne einen Fünf-Minuten-Film zeigen würde, allerdings über den Wiederaufbau des Ortskerns.

Ein großer erster Schritt sei mit der abgeschlossenen Abbruchbaustelle der Firmenbrache schon getan. "Das Landesamt für Umweltschutz hat den Abriss sogar auf ihre Positivliste gesetzt", erklärte Lehner nicht ohne Stolz. Als eine der kleinsten Kommunen habe Krummennaab ein vergleichsweise riesiges Volumen an Städtebaufördermitteln erhalten. Die Gelder für den Bürgerpark seien bereitgestellt, es gebe auch erste Vorschläge zu Wegebau und Begrünung.

Lehner präsentierte Bilder zum geplanten Park. Dabei betonte er, dass es zwar viele Wünsche gäbe, das Ganze aber auch wirtschaftlich gestaltet werden müsse. So seien pflegeleichte Pflanzungen angedacht. Zum Alten Friedhof zeigte Lehner auch Vorschläge. "In Würde, als Gedenkort, Ort der Geschichte und des Kriegerdenkmals" solle der Platz gestaltet werden. Allerdings verlange die Regierung, dass erst der Bürgerpark, für den die Gelder bereitgestellt sind, umgesetzt wird. Die Förderanträge für das Areal Alter Friedhof werden dann umgehend eingereicht.

Start im Frühjahr

Bürgermeister Roth sei in den vergangenen Wochen mehrmals bei der Regierung der Oberpfalz vorstellig gewesen. Als Zeitschiene gab Lehner an, dass im Frühjahr 2015 mit dem Bürgerpark begonnen wird. "Sobald hierfür der Bescheid vorliegt, stellt die Gemeinde den Förderantrag für den Alten Friedhof, der für Mitte 2015 angestrebt wird." Zum Thema Internet verkündete Bürgermeister Uli Roth, dass die Ortsteile Thumsenreuth und Kohlbühl binnen Jahresfrist Breitband auf Glasfaserbasis über den Anbieter Telekom erhalten. Mit dem erfolgreichen Vertragsabschluss gehört Krummennaab zu den 134 schnellsten bayerischen Gemeinden, die vom Förderpaket profitieren. Dazu merkte Roth aber an, dass Krummennaab nicht wie die umliegenden Gemeinden 90 Prozent Förderung, sondern nur 80 Prozent erhalte. "Krummennaab erfüllt das Härtefallkriterium der Verschuldung nicht, aber daran arbeiten wir", erklärte der Roth augenzwinkernd.

Kläranlage "weites Feld"

Die Kläranlage sei "ein weites Feld", sagte Roth. Ende des Jahres könnten erste Angaben zur Dimensionierung der neuen Anlage gemacht werden, Ende 2016 ist die Fertigstellung geplant. Zu den genauen Kosten könne er noch keine konkreten Zahlen nennen, die Bürger sollten sich auf eine erste Abschlagszahlung im vierten Quartal 2015 gefasst machen.

Das von der Energieagentur Regensburg erstellte Energiekonzept habe als Kernbotschaft ergeben, dass der Bürger im privaten Bereich gefordert sei. Als Unterstützung stellt die Gemeinde im Jahr 2015 zunächst einmal 8000 Euro an Fördergeldern zur Verfügung, um zum Beispiel durch den Austausch von veralteten Heizungspumpen oder die Anschaffung umweltfreundlicher und energiesparender Haushaltsgeräte den Gesamtenergieverbrauch im Gemeindegebiet zu reduzieren. Um einen Zuschuss zu bekommen, müssen die Bürger eine geplante Anschaffung vorher per Formular bei der Gemeinde anmelden.

Roth widersprach Gerüchten, dass für Thumsenreuth keine Gelder oder Maßnahmen fließen würden. Er rechnete vor, dass allein in den vergangenen zwei Jahren rund 337 000 Euro in den Ortsteil geflossen seien.
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