Auf die elektronische Sau

Viele strahlende Gesichter, viele schöne Preise beim Sau- und Gansschießen der Schützengesellschaft 1898 Thumsenreuth: Die Siegerin heißt Bianka Peraus (vorne, Mitte), Zweiter wurde Mehmet Aran (vorne, rechts), Dritte Anneliese Lippert (vorne, links). Eine wahre Meisterleistung der Programmiertechnik erbrachte Andreas Heinz (hinten, Vierter von links). Bild: att
Lokales
Krummennaab
28.10.2015
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107 erfolgshungrige Teilnehmer kamen zum Sau- und Gansschießen der Schützengesellschaft 1898 Thumsenreuth. Den sprichwörtlichen Vogel schoss Andreas Heinz ab, obwohl er gar nicht zu den Aktiven zählte.

Zweiter Vorsitzender Volkmar Sirtl freute sich über die Rekordbeteiligung. Das 1984 von Bernd Wagner initiierte Sauschießen hatte in diesem Jahr eine besondere Note. Nachdem bisher auf die Rückseite einer weißen Scheibe geschossen worden war und diese dann in einer Schablone manuell ausgewertet wurde, musste sich der Verein durch den Neubau und die elektronischen Stände etwas einfallen lassen.

Andreas Heinz, ein hervorragender Informatiker aus Krummennaab, nahm die Herausforderung an und programmierte eine Scheibe, die einem Schwein ähnelte und in Sektoren mit verschiedenen Punktewerten aufgeteilt war. Das System ist in der Lage, die richtige Platzierung des Schusses zu erkennen und den Punkte-Wert des Feldes aufzuzeichnen. Auch falls mehrere Sektoren berührt werden, zeigt das System korrekt die Summe der getroffenen Felder. Eine wahre Meisterleistung der Programmiertechnik.

Bundesweit einmalig

Nach den Informationen der Schießstand-Hersteller, die ihre Zustimmung gegeben hatten, ist diese Programmierung einmalig in Deutschland. Andreas Heinz hatte hierfür rund 60 Stunden intensiver Berechnungen und Eingaben investiert. So war es nun möglich - wie bisher - für eine Wertung drei Schüsse mit dem Luftgewehr auf eine weiße Scheibe abzugeben und das System stellte die Summe der Punkte-Werte unverzüglich fest, gab sie in eine Datenbank und fügte sie in eine Wertungsliste ein. Bernd Wagner dankte dem Computer-Experten und übergab ihm eine kleine Anerkennung für seine Mühen.

Nachdem die Teilnehmerzahl der Vorjahre weit überschritten war, orderte Volkmar Sirtl Preise nach. Es sollte niemand "ohne" nach Hause gehen. Auch in diesem Jahr siegte nicht ein Meisterschütze. Das Glück war Bianka Peraus hold. Mit 209 Punkten durfte sie sich den größten Preis aussuchen, einen in Folie eingeschweißten Schweineschlegel.

Knapp dahinter lag Mehmet Aran mit 208 Punkten, gefolgt von Anneliese Lippert mit 205. Vierter wurde Peter Zaumseil (202), gefolgt von Daniela Höcht und Karlheinz Hein (jeweils 196). Günther Enders (195), Sportleiter Horst Bauer (192), Bettina Kraus und Markus Hager (jeweils 192). Sirtl wünschte allen Preisträgern beim Zubereiten der Preise einen guten Appetit.

Auch auf Gänse

Gleichzeitig wurde auf den Feuerwaffen-Ständen ein Gansschießen veranstaltet. Zu gewinnen gab es gefrorene Gänse, Enten und Gockel. Der Wettbewerb wurde mit dem Schrotgewehr ausgetragen. Fünf Schützen fanden sich zu einer Rotte zusammen und schossen zweimal auf eine 25 Meter entfernte Scheibe.

Sieger der Rotte war derjenige Schütze, der die meisten Schrotkörner ins Ziel setzte. Horst Peraus und Dieter Ernstberger leiteten mit ihrem Team souverän den Wettbewerb. Insgesamt starteten 15 Rotten - auch ein Rekord. Der jeweils erste Sieger durfte sich über eine Gans, der zweite über eine Ente und der dritte über einen Gockel freuen.

Besonderes Glück hatte Mario Frieml: Er trat in zwei Rotten an und konnte mit viel Glück zwei Gänse gewinnen; mit 26 und mit 11 Körnern im Ziel. Über einen Gansbraten freuten sich weiterhin: Rainer Huff (24 Treffer), Alois Wolfrum (19), Willi Kreuzer (19), Andreas Horn (13), Josef Marzi (18), Henry Schindler (22), Tristan Uhl (19), Rainer Schwingshandl (20), Sonja Weiß (19), Uli Eckstein (25), Mark Lindner (22), Günther Enders (19) und Christian Sirtl (17 Treffer).

Viele Schützen waren so begeistert, dass sie an mehreren Rotten teilnahmen und mehrere Preise gewinnen konnten.
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