Ein geradliniger "Macher"

Lokales
Krummennaab
07.11.2014
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Auf kaum einen anderen traf das Wort engagiert so zu wie auf Helmut Renz. Als Rektor der Krummennaaber Schule, als Vorsitzender des TSV und als Kommunalpolitiker setzte er Zeichen. 76-jährig verstarb er am Dienstag nach kurzer, schwerer Krankheit.

Geboren und aufgewachsen in Hengersberg, besuchte Helmut Renz die Schule in Niederaltaich und legte dort 1959 auch das Abitur ab. Nach dem Wehrdienst studierte er an der Pädagogischen Hochschule in Regensburg.

Noch während seines Studiums heiratete Renz 1961 seine Frau Eva-Maria. Nach Tochter Ute vervollständigten die Söhne Roland, Markus und Andreas die Familie. 1963 trat er seine erste Stelle als Lehrer in Regensburg an und unterrichtete auch in Hemau. Ein Jahr später, am 1. Januar 1964, trat er seinen Dienst an der Volksschule Krummennaab an. Noch im gleichen Jahr wurde ihm bereits die stellvertretende Schulleitung übertragen, zehn Jahre später erfolgte seine Berufung zum Rektor. In seine Amtszeit fällt auch die Umgestaltung des Pausenhofes, der seit seinem Ruhestand 2002 auch den Namen "Renz-Hof" trägt.

Bis zuletzt Übungsleiter

Neben der Schule hatte für ihn der Sport einen hohen Stellenwert. Lange Jahre führte er den TSV Krummennaab als Vorsitzender, in seine Amtszeit fiel auch der Bau des heutigen A-Platzes. Bis zu seinem Tod blieb er dem Verein als Ehrenvorsitzender und aktiver Übungsleiter treu. Renz' Herz schlug vor allem für den Fußball und die erste Mannschaft des TSV. Deshalb engagierte er sich bis zuletzt auch als Vorsitzender des TSV-Fördervereins.

Auf politischer Ebene war Helmut Renz ebenfalls sehr aktiv. Sechs Perioden, also 36 Jahre, war er für die SPD-Fraktion im Gemeinderat. Für dieses Engagement erhielt er bereits 1991 die Kommunale Dankurkunde, 2009 verlieh ihm Regierungspräsidentin Brigitta Brunner die Kommunale Verdienstmedaille in Bronze für seine 36-jährige Tätigkeit als Gemeinderat.

Goldene Bürgermedaille

2011 überreichte ihm Bürgermeister Uli Roth die Bürgermedaille in Gold und würdigte damit sein vielschichtiges, stets auf Vorwärtsentwicklung angelegtes Wirken in der Gemeinde.

Renz war allseits geschätzt und beliebt, er hatte auch den Ruf eines geradlinigen, streitbaren "Machers". Er hat sich vielerlei Verdienste um die Gemeinde, die Grundschule, den Sportverein und Sportverband erworben.

Der Trauergottesdienst in der katholischen Kirche beginnt am Samstag, 8. November, um 10 Uhr. Anschließend ist Beisetzung im Waldfriedhof.
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