Ein Herz für Asylbewerber

Im Namen des Gemeinderats dankte Bürgermeister Uli Roth (Mitte) dem Organisationsleiter des Bürgerfests, Wolfgang Bauer (rechts), und dem Regisseur des Ferienprogramms, Andreas Heinz (links). Bild: ang
Lokales
Krummennaab
30.09.2015
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Krummennaab stellt dem Landkreis eine Wohnung für die Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung. Diese gute Nachricht verkündete Bürgermeister Uli Roth in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Mit dem Landkreis wurde bereits ein Mietvertrag geschlossen.

Der Bürgermeister begrüßte in der ersten Zusammenkunft nach der Sommerpause im neugestalteten Sitzungssaal im Rathaus zahlreiche Zuhörer, darunter Altbürgermeister Franz Stangl, Ex-Verwaltungschef Werner Jakob und etliche Vereinsvertreter.

Roth informierte über die Auftragsvergabe für das neue LF 20 für die Krummennaaber Feuerwehr. Demnach erhielt die Firma "MAN Truck und Bus Deutschland" mit Sitz in Regensburg den Zuschlag für das Fahrgestell zum Angebotspreis von 84 728 Euro, der Auftrag für Aufbau mit Beladung ging an die Firma Albert Ziegler in Giengen an der Brenz.

Die Kosten hierfür belaufen sich auf 261 573 Euro, 0,2 Prozent der zuschussfähigen Gesamtkosten rechnet der Gemeinderat als kleine Reserve für Unvorhergesehenes ein. Das Fahrzeug wird voraussichtlich im Juli nächsten Jahres ausgeliefert und soll im Rahmen des Feuerwehrjubiläums in Betrieb gehen. Die Gesamtkosten summieren sich auf 348 000 Euro. Die zweite Information aus dem nichtöffentlichen Teil der Juli-Sitzung betraf die freigewordene, im Gemeindebesitz befindliche Wohnung in der Georg-Mark-Straße. Hier hatte das Gremium den einstimmigen Beschluss gefasst, das Objekt dem Landkreis zur Unterbringung von Asylbewerbern anzubieten. Mittlerweile ist mit Wirkung zum 15. September ein Dreijahres-Mietvertrag mit dem Kreis abgeschlossen.

"Die Wohnung für vier Personen ist zwar nur ein Tropfen auf den heißen Stein", meinte Uli Roth, "aber die Gemeinderäte wollten einen Fingerzeig zum aktuellen Problem geben". In diesem Zusammenhang startet die Kommune auch einen Aufruf an ihre Bürger, leerstehende Gebäude wie beheizbare Lagerhallen oder dergleichen, die jetzt wenigstens im Winter den Flüchtlingen als Notquartiere dienen könnten, im Rathaus anzuzeigen.

Kein Abenteuer

Weiter informierte Roth über den Beitritt der Gemeinde zur "Zukunftsenergie Nordoberpfalz (ZENO GmbH)" mit Sitz in Floß. Mit einem Sitzanspruch im Aufsichtsrat beträgt die Einlage ins Stammkapital 5000 Euro, die zurückliegenden guten Bilanzzahlen und die Aussicht auf das laufende Geschäftsjahr lassen darauf schließen, dass die Gemeinde keinesfalls ein Abenteuer eingegangen ist, betonte der Bürgermeister.

In einem detaillierten und mit allen Zahlen unterlegten Rückblick auf das Bürgerfest meinte der mit der Festleitung betraute Gemeinderat Wolfgang Bauer, dass durch umsichtiges Wirtschaften unterm Strich wieder ein ansehnlicher Betrag übrig geblieben sei. Trotz gestiegener Ausgaben für die Organisation konnte dem Bürgerfest-Konto ein Reingewinn von knapp 3500 Euro zugeführt werden. Der Festleiter dankte allen, die zum Gelingen beigetragen haben. Der Feststellung, dass es ein sehr schönes Fest gewesen sei, schloss sich auch Bürgermeister Roth an und überreichte Wolfgang Bauer ein kleines Präsent.

Ebenfalls eine Aufmerksamkeit bekam Jugendbeauftragter Andreas Heinz für das tolle Ferienprogramm. Heinz hat bereits Vorstellungen für eine Neuauflage. Schon im Herbst und im Winter will er Abende mit Brettspielen organisieren.
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