Eine Million für die Ortsmitte

Da freut sich einer wie ein Schellenkönig: Bürgermeister Uli Roth hält den Bewilligungsbescheid der Regierung der Oberpfalz in Händen. Bild: den
Lokales
Krummennaab
22.06.2015
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"Jetzt kann der Wiederaufbau des Ortskerns angepackt werden." Bürgermeister Uli Roth freut sich riesig über den druckfrischen Bewilligungsbescheid der Regierung der Oberpfalz, Abteilung Städtebauförderung, der mehr als eine Million Euro wert ist.

Für die Errichtung des Bürgerparks und die damit verbundene Flächen- und Strukturbegrünung auf dem Areal der ehemaligen Porzellanfabrik wurden aktuell mehr als eine Million Euro an förderfähigen Kosten festgestellt und bewilligt. Die Gemeinde Krummennaab erhält für dieses ehrgeizige Projekt eine Förderung in Höhe von 80 Prozent.

Abbruch wird billiger

Wie der Bürgermeister informierte, sei man mit den Abbrucharbeiten nahezu fertig. Der Rückbau des ehemaligen Betriebs-Brunnens sei noch offen, das Abschlussgutachten der Firma Rupp Bodenschutz im Hinblick auf die Bestätigung der Altlasten-Freiheit des gesamten Geländes werde für Anfang Juli erwartet. Erfreulich, so Roth, sei die Tatsache, dass der Abbruch der Porzellanfabrik deutlich günstiger ausgefallen sei, als einstmals veranschlagt war. Ging man zunächst von Gesamtkosten in Höhe von gut 1,7 Millionen aus seien "nur" 1,2 Millionen Euro an tatsächlich angefallen.

Schon demnächst sei man in der Lage, das Projekt Abbruch mit einer Schlussrechnung und dem Verwendungsnachweis auch gegenüber dem Zuschussgeber, der Regierung der Oberpfalz, abzurechnen. Der jüngste Förderbescheid über 1 037 000 Euro versetze die Gemeinde nun in die Lage, die ersten Wiederaufbaumaßnahmen in die Wege zu leiten. Einerseits müsse man gegenüber den direkten Grundstücksanrainern entstandene Schäden regulieren, Grundstückszuschnitte zeitgemäß korrigieren. Andererseits soll die frei gewordene Fläche von insgesamt knapp 30 000 Quadratmetern so hergerichtet werden, dass für absehbare Zeit eine optisch und funktional ansprechende Gestaltung des gesamten Areals gewährleistet sei. Als erste Maßnahme wird auf einem Drittel der Fläche der sogenannte Bürgerpark in die Tat umgesetzt. Dieser erstreckt sich vom Marktplatz, unterhalb der evangelischen Kirche, bis zum Steinwald-Radweg. Über eine Anrampung soll der Radweg an den Ortskern angebunden werden. Entlang eines beleuchteten Weges werden Bänke und einige andere gestalterische Elemente dem Platz Struktur geben. Der Bürgerpark soll später als Fest- und Veranstaltungsplatz dienen, aber auch sonst zum Verweilen einladen. Am Dienstag werden die Stadtplaner des Architekturbüros SHL aus Weiden, Dr. Emil Lehner und Christina Lehner, die Fortschreibung der Entwurfsplanung im Gemeinderat vorstellen. Falls das Konzept das Gefallen der Räte findet, kann die Ausschreibungsphase beginnen.

Insgesamt ist Bürgermeister Roth zufrieden und dankbar, dass die Städtebauförderung den Neuordnungsprozess der Ortsmitte von Krummennaab so konstruktiv und wohlwollend begleitet. Trotz des hohen Fördersatzes von 80 Prozent müsse die Gemeinde in schweren Zeit einen Eigenanteil von 207 400 Euro aufbringen. Über alle Fraktionen hinweg sei es aber Konsens, diese Finanzmittel zur Verfügung zu stellen.

Auch Kleingewerbe

Der nächste Schritt ist die Umgestaltung des Alten Friedhofs. Hier soll das eingelagerte Kriegerdenkmal einen neuen Platz erhalten. Bürgermeister Roth zeigte sich sicher, dass es auch dafür eine Förderung gibt. Auf zwei Dritteln der freien Fläche soll - neben dem Bürgerpark - mittelfristig versucht werden, Klein- und Kleinstgewerbe anzusiedeln oder eine Wohnbebauung zu ermöglichen. Auch dazu laufen entsprechende Planungen. Auf Anfrage könnten hier besondere Bedürfnisse potenzieller Interessenten im Planungsprozess berücksichtigt werden. Der Bürgermeister steht hier für Vorgespräche zur Verfügung.
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