Einfach mal "super" geht nicht

Lokales
Krummennaab
25.11.2015
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Der Bürgerpark ist weiterhin ein heiß diskutiertes Thema im Krummennaaber Gemeinderat. Die Freien Wähler stellen das Planungsbüro in Frage. Bürgermeister Uli Roth verteidigt die Planer und will auch mal ein "Super, so machen wir es" hören.

Bei der Diskussion um die Auftragsvergabe der Elektro- und Landschaftsbauarbeiten stellte Dr. Emil Lehner vom Planungsbüro SHL sein Fachwissen zur Verfügung. Das nutzten die Freien Wähler und löcherten ihn mit Fragen zu Details der Ausschreibung. Der Städteplaner erklärte, dass die Ausschreibung nur das Grundgerüst sei. Details - zum Beispiel welche Baumarten angepflanzt oder wo welcher Stromverteiler gesetzt wird - seien das Thema einer Jour-Fix-Sitzung im Januar oder Februar.

Auch auf weitere Fragen, wie die von Rainer Schwingshandl (FW) zu der Kabelverlegung für den Strom konnte er keine genauen Angabe machen.

Kein Haar in der Suppe

Schließlich schaltete sich Bürgermeister Uli Roth ein und forderte, nicht das "Haar in der Suppe zu suchen". "Fakt ist, dass die Details erst in den Sitzungen besprochen werden. Jetzt geht es um die Beschlüsse für das Grundgerüst." Roth konnte nicht nachvollziehen, dass die Freien Wähler die Planung vom Büro SHL in Frage stellen. "Bis jetzt waren wir immer zufrieden mit der Arbeit, die geleistet wurde und ich denke, wir sollten uns auch weiterhin auf das Büro verlassen", beendete Roth die Diskussion. "Ich würde es jedoch begrüßen, wenn bei einem modernen Vorschlag einfach einmal ein 'Super so machen wir es' kommen würde."

Schließlich ging der Auftrag der Elektroarbeiten mit den vier Gegenstimmen der FW an den günstigsten Bieter, der Firma Höllerer Elektrotechnik aus Floß zum Angebotspreis von 107 406,81 Euro. Die Landschaftsbauarbeiten und der Bau der Verkehrswege wurden mit drei FW-Gegenstimmen an die Firma Meyer Landschaftsbau aus Neustadt vergeben.

Bürgerpark mit Solar

Auf dem frei stehenden Gelände des Bürgerparks soll es einen Festplatz, Parkmöglichkeiten, sowie zwei Solaranlagen, sogenannte Smartflowers, geben. Auch der Steinwald-Radweg wird an die Ortsmitte angebunden. Zentrale Überlegungen betreffen die Beleuchtung der evangelischen Kirche, sowie die Bereinigung der Grundstücksflächen mit den Anliegern Lehner, Schieder und Heinl.

Des weiteren wurden die Grenzen für das Sanierungsgebiet festgelegt. Ein wichtiger Tagesordnungspunkt beim Thema Städtebau war die Billigung des Abgrenzungsvorschlags zur Ausweisung des Sanierungsgebietes, welches vom Gemeinderat schon vor längerer Zeit beschlossen wurde. Nach einer Ortsbegehung mit Bauoberrätin Regina Harrer von der Regierung der Oberpfalz legte SHL einen leicht überarbeiteten Vorschlag vor. Aktuelle Entwicklungen, wie die Aufnahme der Gartenstraße sind eingearbeitet. Der Abgrenzungsvorschlag für das Sanierungsgebietes wurde gebilligt und einstimmig beschlossen. Nun müssen noch die öffentlichen Stellen zustimmen.

Nur Zuschuss mit Fibel

Auch will der Gemeinderat eine Gestaltungsfibel für Bürger auslegen. Diese zeigt konkret auf, welche baulichen Verbesserungen unter welchen Bedingungen förderfähig sind. Die Fibel ist eine Voraussetzung dafür, dass die Gemeinde und die Regierung einen Zuschuss an die Bürger für bauliche Verbesserungen auszahlen können. Es wird eine Warteliste erstellt, nach dem Motto "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst". "Keiner hat Recht auf die Kostenübernahme", erklärt Bürgermeister Uli Roth. "Nur diejenigen, die sich an die Gestaltungsfibel halten, können mit einem Zuschuss rechnen." Falls die Regierung der Oberpfalz die Fibel fördert, will Bürgermeister Uli Roth das Büro SHL damit beauftragen.
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