Fläche neu definieren

Lokales
Krummennaab
29.10.2014
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Spagat zwischen Tradition und Moderne. Das fordert Krummennaabs Bürgermeister Uli Roth. Er meint damit die Umgestaltung des alten Dorffriedhofs. Über die Pläne gab's im Gemeinderat eine Aussprache.

Ihre Entwurfsplanung für die Parkfläche am Gelände des alten Dorffriedhofs in Krummennaab präsentierte das Planungsbüro SHL in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Die Fläche der ehemaligen Seltmann-Fabrik war schon in der Vergangenheit in drei Hauptpunkte eingeteilt worden. Und zwar zum einen in den Bürgerpark, in eine Entwicklungsfläche mit Gewerbeansiedlungen und Wohngebieten und in das Gebiet des alten Dorffriedhofs. Das Gelände des Friedhofs soll sich vom Rest der Fläche abheben und darauf hinweisen, dass hier eine Ruhestätte ist. Das Kriegerdenkmal wird ebenfalls wieder aufgestellt.

Ein Teil der Fläche, auf der das "grüne Gebäude" stand, soll in die Fläche des Friedhofs mit einbezogen werden. Außerdem sollen Möglichkeiten geschaffen werden, Menschen, die sich in besonderer Weise um Krummennaab verdient gemacht haben, zu würdigen. Alles in allem wird von der bestehenden Grünstruktur abgesehen, stattdessen soll durch harte, kantige Linien eine neu definierte Fläche entstehen. Bürgermeister Uli Roth wies noch einmal darauf hin, dass die Punkte alle beim Workshop am Steinwaldhaus erarbeitet wurden. Es sei wichtig, hier einen Spagat zwischen Tradition und Moderne zu schaffen.

Nicht verschmelzen

Hermann Prölß von den Freien Wählern sprach sich nach dem Vortrag für weiche Strukturen aus, wie sie auch auf dem Rest des Geländes zu finden sind. Er forderte ein zweites Konzept.

Dem widersprach aber Emil Lehner. Das Planungsbüro stehe zu 100 Prozent hinter dem vorgestellten Vorschlag. "Der Friedhof muss als solcher erkennbar sein und darf nicht mit dem Rest verschmelzen." Mit den klaren und kantigen Strukturen werde dies auf jeden Fall erreicht.

Max Sieder, Sprecher der SPD-Fraktion, lobte das vorgestellte Konzept. "Diskutieren kann man viel", sagte der Gemeinderat. "Jetzt muss es endlich einmal angepackt werden."

In Verbindung mit dem Rathausvorplatz soll auch der Friedhofsvorplatz zur Hauptstraße hin überarbeitet und mit Naturstein verschönert werden. Als Grünpflanzen kann sich das Planungsbüro SHL Formgehölze und auch Staudenpflanzen vorstellen.

Auch beim Bürgerpark haben sich neue Details herauskristallisiert. Durch die Schürfung unterhalb der evangelischen Kirche wurde festgestellt, dass kein Wasser vorhanden ist. Der geplante Wasserlauf muss somit entfallen. Das Ziel, die komplette Fläche so herzustellen, dass diese durch eine Firma für Landschaftsbauarbeiten weiter bearbeitet werden kann, sei erreicht.

Beschluss steht an

Die Struktur- und Flächenbegrünung der gesamten Entwicklungsfläche soll nun zeitgleich mit dem Bürgerpark erfolgen. Dafür ist eine Anpassung des Förderantrags erforderlich. Für 6. November wurde ein Termin mit der Regierung der Oberpfalz vereinbart, bei dem über die Zuschussfähigkeit der Maßnahmen gesprochen wird. Nach diesem Gespräch kann eine Vorstellung des gesamten Konzeptes mit einer endgültigen Beschlussfassung im Gemeinderat und am 27. November in der Bürgerversammlung erfolgen.
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