Fürs Sportheim kein Geld

Vorsitzender Thomas Meierhöfer (Zweiter von links) und sein Stellvertreter Armin Steinhauser (rechts) ehrten (von links) Lothar Götz (50 Jahre), Petra Sieder (25 Jahre), Bürgermeister Uli Roth (40 Jahre) und Brigitte Steinhauser (50 Jahre). Bild: den
Lokales
Krummennaab
27.03.2015
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Bei der geplanten Sanierung des Sportheimes sind die Verantwortlichen des TSV ins Grübeln gekommen. Vor allem wegen der Kosten gibt es Bedenken.

Diese hatte auch der mittlerweile verstorbene Helmut Renz geäußert. Er hielt eine aufwendige Sanierung des Sportheims für fragwürdig, wenn künftig keine Spieler mehr da seien. Vorsitzender Thomas Meierhöfer erklärte in der Jahreshauptversammlung, für die Sanierung gekämpft zu haben. Jetzt müsse er aber zurückrudern. Kosten von 250 000 bis 300 000 Euro seien veranschlagt. Angesichts dieser Summen müsse der Verein so viel wie möglich in Eigenregie erledigen. Er appellierte an die Mitglieder, vernünftig zu bleiben: "Wenn es nicht geht, geht es eben nicht." Auch die gestiegenen Stromkosten von rund 3000 Euro gaben ihm zu denken.

Anlage Renz widmen

Nach dem Totengedenken und dem Protokoll von Schriftführer Patrick Schneider gab Meierhöfer die Zahl der Mitglieder mit 524 an, davon 322 Turner, 168 Fußballer, zehn Kegler und 21 Leichtathleten. Als Erfolg bezeichnete er Kinderfasching und Sportlerball sowie das Gartenfest. Der Tod von Helmut Renz sei ein Schock für den TSV gewesen. Meierhöfer regte an, 2016 zum 70. Vereinsjubiläum das Gelände in "Helmut-Renz-Sportanlage" umzubenennen. Mit E-Center Grünbauer und Getränkevertrieb Schaumberger seien zwei neue Sponsoren gefunden.

Eine Tanzsportgruppe habe sich neu formiert und seit kurzem gebe es wieder ein Mutter-Kind-Turnen. Laut Oberturnwartin Edith Mark beteiligen sich daran 17 Mädchen und Buben. Manuel Jeltsch habe nach Renz' Tod das Seniorentraining übernommen. Die Jungen betreue Ernst Grünbauer, bis zu 30 Mädchen turnten jede Woche bei Maria Sieder. Sie selbst halte die Seniorinnen fit, Claudia Gretsch hat ihre feste Step-Aerobic-Gruppe. Zumba gibt Sabine Schreiber-Schöpf und Gerlinde Fürst bietet Joga und Thai-Chi an. Weihnachtsfeier, Faschingsturnstunde, Krönung einer Turnkönigin, Ferienprogramm, Eisessen und ein Ausflug in den Leipziger Zoo förderten die Geselligkeit. Die Faschingsgarden begeisterten wieder bei ihren vielen Auftritten. Für die Stunden beim Schneidern der Kostüme dankte Mark Regina Hauptmann und Maria Sieder.

Markus Egeter bescheinigte den B-Juniorenfußballern das Potenzial, in dieser Saison unter die ersten drei Mannschaften zu gelangen. Die A-Junioren werden mit Sicherheit die Kreisliga mit einem gesicherten Mittelfeldplatz beenden. Egeter dankte dem TSV Reuth und dem TSV Erbendorf für die hervorragende Zusammenarbeit.

Zweiter Vorsitzender Armin Steinhauser berichtete vom "Platz an der Sonne" der "Ersten". In die neue Saison startete sie mit nur 16 Mann, von diesen fielen drei verletzungs- und ausbildungsbedingt aus. Zwar konnten keine neuen Spieler, dafür mit Silvio Stoidl ein neuer Trainer verpflichtet werden. Claudia Gretsch, Sparte Leichtathletik, lobte den Trainingseifer ihrer jungen Sportler. Laut Kassier Reinhard Naber haben sich die Schulden des TSV etwas verringert. Der Faschingsball sei sehr gut verlaufen. Revisor Albert Lehner sprach von kleineren, aber nicht nennenswerten Differenzen.

Gemeinde außen vor

Bürgermeister Uli Roth erklärte, dass angesichts der Finanzlage ein Neubau oder eine Sanierung des Sportheims vermessen wäre. Die Gemeinde könne hier nicht Pate stehen. Ohne Eigenleistung gehe es nicht. Bei der Vereinsförderung entscheide der Gemeinderat je nach Fall. Roth signalisierte Zustimmung, das Areal im Gedenken an Helmut Renz umzubenennen. Er versicherte, dass die Hallennutzung kostenlos bleibt.
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